Wie er ferner informierte, ist auch das neueste und von der Stiftung unterstützte Projekt, die Paretzer Bürgerbühne, durch die gegenwärtig notwendigen Beschränkungen ins Stocken geraten. Nach der erfolgreichen Uraufführung von "Sommer in Brandenburg" unter der Regie von Boris von Poser in der Paretzer Scheune, an der auch spielbegeisterte Laiendarsteller aus Ketzin/Havel und Umgebung teilnahmen, entschlossen sich einige von ihnen, einen Theaterverein zu gründen. Am 23./24. Mai sollte der erste von drei vorbereitenden Workshops starten. Dazu teilte Verena Schmager mit, dass auch dieser wegen der gegenwärtigen Beschränkungen ausfallen musste. "Wir wollen nun am 13./14. Juni starten", informierte sie und hofft, dass die Theatergruppe mit Unterstützung durch Boris von Poser und der Stiftung zu einer festen Größe in der Ketziner Kulturlandschaft wird.
"Durch die Absage der kulturellen Veranstaltungen wird gegenwärtig auch das übliche angenehme soziale Miteinander bei diesen Veranstaltungen vermisst. Das wollen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten abmildern", kündigte Volker Donath an und nannte dazu im Rahmen der erlaubten Möglichkeiten Informationsabende im Kaminzimmer der Scheune, beispielsweise mit Vorträgen zu Patientenverfügungen oder Vollmachten. Einen Kaffeeplausch im Scheunencafé und auch Schnellkurse zu Whatsapp und Facetime soll es geben.
Groß gefeiert wird auch. Allerdings erst im nächsten Jahr. Im Mai 2011 wurde die Paretzer Scheune nach gründlichem Umbau eingeweiht. Seit dem haben hier zahlreiche Theateraufführungen, Konzerte, Weihnachtsmärkte, Sommer- und Bürgerfeste sowie die verschiedensten Begegnungen das kulturelle Leben des Ortes bereichert. "Diesen Tag möchten wir gerne mit ihnen feiern", sagte Volker Donath und bittet dafür um Ideen, Wünsche und Anregungen (info@stiftung-paretz.de, Telefon: 033233-799590). Einen Termin dafür nannte er auch: am 29. Mai zum Tag des offenen Scheunentores.
Im Verlauf der Sitzung beglückwünschte Volker Donath Jürgen Tschirch, der künftig im Stiftungsrat mitarbeitet, nachdem Markus Hipp aus beruflichen Gründen das Amt aufgegeben hat. Er wirkt nun gemeinsam mit Volker Donath, Helga Breuninger und Matthias Marr in der Leitung der Stiftung Paretz mit, die sich als Plattform für Bürgerbeteiligung, Bildung und Kultur versteht. "Als Marktdirektor für Firmenkunden der Mittelbrandenburgischen Sparkasse konnte ich über viele Jahre Erfahrungen sammeln und Netzwerke aufbauen. Das bringe ich gerne in die Stiftung ein. Ein Lebensmotto von mir lautet, mehr miteinander sprechen und nicht übereinander", sagte er nach seiner Berufung in das Ehrenamt.

Jürgen Tschirch


Jürgen Tschirch, Jahrgang 1955, zog 1994 mit seiner Familie aus dem Rheinland nach Paretz. In seinen Funktionen als Mitglied des Kreistages und Vorsitzender der Ketziner Stadtverordnetenversammlung engagiert er sich seit vielen Jahren in der regionalen Kommunalpolitik. Zu seinen Hobbys zählen besonders die sportlichen Aktivitäten. Er gehört zur Ketziner Laufgruppe, radelt gern und ist begeisterter Skiläufer.