Bei bestem Wetter endete am Sonntag, 18. Juli, das Gastspiel der Schlossfestspiele Ribbeck im Schlossgarten. Vor vollem Haus spielte das Ensemble um die Hauptdarsteller Maximilian Wrede (Robin Hood) und Josefine Heidt (Lady Marian) am Sonntag ein letztes Mal das Stück Robin Hood in Ribbeck. In rundherum zufriedene Gesichter blickte man nach der Vorstellung.

Die Geschichte von Robin Hood

Die Geschichte um Robin Hood kennt fast jedes Kind. Umgesetzt wurde hier das Narrativ, dem auch der 1991 erschienen Film mit Kevin Costner in der Titelrolle folgt: Der adlige Robin von Locksley kehrt mit seinem maurischen Freund Azeem nach einem Kreuzzug zurück nach England, wo er seinen Vater ermordet und seine Heimat zerstört wieder findet. Dahinter steckt der Sheriff von Nottingham, der vom Bischof von Nottingham in seinen finsteren Plänen zum Umsturz des abwesenden Königs unterstützt wird. Robin verbündet sich mit Gesetzlosen aus dem Sherwood Forest, um seinen Vater zu rächen und seine Jugendliebe Lady Marian zu retten. Vorher werden natürlich noch die Reichen überfallen und den Armen die „Einnahmen“ geschenkt. Mit Hilfe des „Volkes“, in diesem Fall den Besuchern, wurde der Sheriff am Ende gestürzt und der gerade rechtzeitig wieder auftauchende König verheiratete Robin und Lady Marian. Happy End.
Schlossfestspiele Ribbeck spielten 2021 "Robin Hood"

Theater Kultur Schlossfestspiele Ribbeck spielten 2021 „Robin Hood“

Rasantes Action-Stück mit vielen Gründen zum Lachen

Wie bei den Aufführungen der Schlossfestspiele üblich, war das Stück nicht „bierernst“, sondern bot zwischendurch auch immer wieder Gründe zum Lachen und Running Gags, wie die Plattdeutsch sprechenden Soldaten, die immer wieder Tisch und Stuhl auf die Bühne und wieder herunter tragen mussten - je nachdem, ob die Requisiten gerade gebraucht wurden oder eben nicht. Ansonsten glänzte das Stück mit vielen Kampf- und Action-Einlagen.
Da wurde sich durch den Schlossgarten gejagt, die Einfahrt hoch und runter gesprintet und mit Schwertern und Stöcken aufeinander losgegangen - im eins gegen eins oder zwei gegen vier. So manch ein Zuschauer fragte sich, mit wie vielen blauen Flecken die Schauspieler am Ende nach Hause gegangen sind. Den Beweis seiner Kenntnisse im Bogenschießen erbrachte Robin Hood mit dem gezielten Abschuss eines riesigen Stoff-Kaninchens aus einem Busch - nicht nur das sorgte für Lacher aus dem Publikum.
Das Stück endete mit großem Applaus. Es war die letzte Vorstellung in Ribbeck. Wer die Aufführungen hier verpasst hat, hat noch noch auf der Burg Friedland bei Beeskow und im Berliner Grunewald Gelegenheiten, das Ensemble live zu sehen. Infos dazu gibt es hier.