Im weiteren Verlauf, der wohl mehrere Jahre andauern wird, muss sich nun ohnehin klären, ob das Projekt tatsächlich realisiert werden kann, Stichwort Umweltverträglichkeitsprüfung & Co.. Laut Angaben des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Arnim Bandur (CDU), sei die Diskussion "rege, aber sachlich verlaufen". "Wir müssen nun schlicht abwarten, was nach der Auslegung und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange zu Tage tritt, sprich, welche Einwendungen vorliegen werden. Erst dann kann geprüft werden, ob einem Bebauungsplan zugestimmt werden kann. Klar ist jedoch, die Mosolf-Pläne haben nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn eine Umgehungsstraße in Markau gebaut wird. Das ist nicht nur der einhellige Wunsch aller Stadtverordneten."
Dr. Jörg Mosolf indes, der gemeinsam mit Planern vor Ort war und das Projekt vorgestellt hatte, kündigte dahingehend eine finanzielle Beteiligung an. Sollte das Verfahren keine Erfolgsaussichten offenbaren, werde das Projekt beerdigt. Nauens Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD) sprach nach den erfolgten Beschlüssen "von einem ersten Schritt auf einem lange Weg mit offenem Ende", nicht mehr und nicht weniger. "Es wird eine Frage der Abwägung sein, die SVV wird entscheiden. Es ist in jedem Fall ein transparentes Verfahren, indem zunächst nun die Untersuchungen anlaufen werden." Übrigens: Der Landkreis Havelland beteiligt sich mit einer verkehrstechnischen Analyse am Prozedere. Und: Vor der SVV-Sitzung und während der Einwohnerfragestunde hatten Demonstranten aus dem Ortsteil Markee/Markau, darunter Ortsvorsteher Ralph Blum, sowie Vertreter der Interessengemeinschaft Wernitz aus Wustermark, die seit Jahren Verkehrsprobleme wegen des Lkw-Verkehrs durch die Ortschaft zum Mosolf-Gelände in Etzin anmahnen, und Naturschützer ihrem Unmut mit Plakaten Luft verschafft. Sie forderten im weiteren Verlauf des Verfahrens Mitsprache ein. Transparente wie "Wohnen ohne Lärm", "Schützt die Natur", "Marode Ortsdurchfahrt und noch mehr Lärm??", "Wenn Mosolf, dann nur mit Ortsumgehung" oder "Angst" wurden etwa gezeigt.Text: Rachner / Foto: Böhm