„In diesem Jahr mussten unsere Einwohner auf so beliebte sportliche Veranstaltungen wie den Zachower Crosslauf oder den Ketziner Fischerman und viele andere verzichten. So ist die Idee für diesen sportlichen Stadtspaziergang entstanden, an dem jeder mit Spaß und ein wenig sportlicher Aktivität teilnehmen kann“, erkläte Dorothee Welzel an der Ketziner Havelpromenade.

Rätseln an der Havelpromenade

Hier rätselte gerade Familie Lehmann mit Till, ob am großen Stadtsteg im Jahr 1.500, 5.852 oder 7.000 Freizeitkapitäne mit ihren Booten anlegen. Es war eine von neun Stationen, die die Teilnehmer mal mit Quizfragen, mal mit leichten sportlichen Aktivitäten beim ersten sportlichen Stadtspaziergang zu absolvieren hatten.

Rudern auf dem Trockenen

Gleich nebenan ruderten Maik Matschke und Marcus Welzel über 500 Meter. Wohlgemerkt über der Havel! Auf der Schiffsanlagestelle gut zwei Meter über dem Wasser hatte das Sportstudio zwei Geräte zum Trockenrudern aufgebaut. „Sogar mit Havelblick“, wie Maik Matschke lobte, als er genau 560 Meter in 2.33 Minuten absolviert hatte.

Vielfältige Betätigung an der Calisthenics-Anlage

Das war allerdings unwichtig, denn es zählte kein Ergebnis, immer nur die Teilnahme. An der hatten Lukas, Marlon und Raphael sichtlich Spaß, als sie sich an der äußerst vielseitig zu nutzenden Calisthenics-Anlage an der Freilichtbühne sportlich betätigten.
„Solche Übungen fehlen leider heutzutage vielen Kindern im Alltag. Hier sind Sport, Spiel und Spaß gleichzeitig möglich“, kommentierte die Ketziner Sportdiplomwissenschaftlerin Marlen Nitschke die Freude der Jungen bei der Übung. Sie betreute die Anlage und gab den Teilnehmern sportliche Tipps. „Ich bin viel auf dem Trampolin und Turner“, erzählte Lukas. Man sah es ihm bei der Übung am Barren an.

Slalom mit dem Fahrrad

Wenige Meter weiter begab sich Lennardt Schmidt mit dem Fahrrad auf den Slalom-Parcours. „Es macht zwar Spaß, aber ich hätte auch gern die ausgelobte Torte“, gab er lachend zu. Mit den 22,4 Sekunden war er zunächst auch zufrieden. Die Torte war einer der Preise, die rund ein Dutzend Ketziner Betriebe und Gaststätten für diese Veranstaltung gesponsert hatten.

Stadtplan puzzeln

„An unserer Station muss ein Puzzle aus einem zerschnittenen Ketziner Stadtplan zusammengesetzt werden“, erklärte Thea Hoedt, Vorsitzende des Seniorenrates auf dem Spielplatz an der Potsdamer Straße. Sogar schon eine halbe Stunde vor Beginn hatten sich die ersten Teilnehmer an ihrer Station eingefunden.
So ging der sportliche Stadtspaziergang weiter zum Seniorenzentrum mit Wissen um Schach und Tischtennis, zur Remise am Rathaus mit Fragen rund um den Ziegelstein und schließlich zu Zielübungen mit Silberkugeln auf dem Boule-Platz an der Cantina.

Begehrter Torten-Gutschein

„Eine richtig gute Sache, und abwechslungsreich“, lobten Kai und Nicole Scherbarth. Sie hatten den von Fischerkönigin Lena Kiefel aus der Lostrommel gezogenen ersten Gutschein gewonnen. Die begehrte Torte bekam Anke Meißner-Koch per Los zugesprochen. „Mein Geburtstag steht bevor, mein Mann hat einige Tage später“, freute sie sich über die süße Zugabe.

Mehr Teilnehmer als erwartet

„So viele Teilnehmer hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet“, meinte Bürgermeister Bernd Lück kurz vor der Verlosung und lobte Teilnehmer und Betreuer der neun Stationen gleichermaßen. Knapp 150 Ketziner nahmen am sportlichen Stadtspaziergang teil, recht viele besuchten aber nicht alle Stationen. Aber nur Teilnahmekarten mit allen neun Stempeln kamen in die Lostrommel.