Die Stadtverordneten der Stadt Falkensee ebneten in ihrer Sitzung am 26. Januar 2022 den weiteren Weg für einen lückenlosen Geh- bzw. Radweg an der Nauener Straße in Richtung Brieselang. Momentan endet der dortige für Radfahrer freigegebene Gehweg kurz vor der Tankstelle an der Kreuzung mit der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. Der Landesbetrieb Straßenwesen plant, einen Radweg ab Ortsausgang in Richtung Brieselang entlang der Nauener Straße (L201) zu führen. Dieser würde ohne den Beitrag der Stadt in einer mehrere hundert Meter langen Lücke enden.
Bevor die Stadtverordneten mehrheitlich für den von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Bau eines 2,5 Meter breiten Gehwegs bis zur Stadtgrenze stimmten, stellte Lennart Meyer (Fraktion B’90/Grüne/Jugendbündnis) die Frage, warum der Weg nur 2,5 Meter breit gebaut werden würde. Man hätte doch im Radverkehrskonzept der Stadt breitere Radwege vorgesehen.
Bürgermeister Heiko Müller (SPD) antwortete darauf, dass der Landesbetrieb hinter der Stadtgrenze ja auch mit 2,5 Meter bauen würde und der bestehende Gehweg ebenfalls schmal ist. So würde ein passender Anschluss an beiden Enden gewährleistet sein. Zumal die Stadt auch keinen Rad- sondern einen Gehweg bauen würde. Radwege an Landesstraßen, wie es die Nauener Straße ist, seien außerdem Landessache. Das müsste sich also auch nicht an das Falkenseer Konzept halten.

Abriss der Villa in Finkenkrug nicht entschieden

Das Haus in der Karl-Liebknecht-Straße in Falkensee soll für Parkplätze weichen. Dagegen wurde eine Petition eingereicht. Die Stadtverordneten verwiesen eine entsprechende Beschlussvorlage gegen den Abriss in die Ausschüsse.
Das Haus in der Karl-Liebknecht-Straße in Falkensee soll für Parkplätze weichen. Dagegen wurde eine Petition eingereicht. Die Stadtverordneten verwiesen eine entsprechende Beschlussvorlage gegen den Abriss in die Ausschüsse.
© Foto: Silvia Passow
Die Beschlussvorlage gegen den geplanten Abriss des Hauses in der Karl-Liebknecht-Straße 130 in Finkenkrug wurde am Mittwoch nicht entschieden und zunächst in den Stadtentwicklungsausschuss und den Hauptausschuss verwiesen. Zu dem Thema hatte es eine Petition gegeben, die mehr als 1.000 Menschen unterschrieben. Das Haus, im Volksmund als Stübing-Villa bezeichnet, soll für Park-&-Ride-Plätze weichen. In der Beschlussvorlage, eingereicht von den Fraktionen B’90/Die Grünen/Jugendbündnis und die Linke, forderte, mit dem Abriss zu warten, bis die Planungen zum Projekt i2030 der Bahn beendet sind und man Klarheit hat, welchen Platzbedarf die Bahn hat und was für Züge zukünftig in Finkenkrug halten.
Wie Bürgermeister Müller zuvor bereits informierte, hatte sich der Denkmalschutz in einer fachlichen Stellungnahme negativ in Bezug auf das Gebäude geäußert. Das Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete Haus sei nicht besonders schützenswert.