Bis das Hallenbad in Falkensee eröffnet, soll auch die Straße davor neu gestaltet werden. Im Bau- und Werksausschuss stellte das Ingenieurbüro für Wasserwirtschaft und Straßenbau GmbH (IWA) aus Falkensee am Montag den Entwurf zum Ausbau der Seegefelder Straße zwischen Essener Straße und Seeburger Straße (L20) vor.

Zwei Varianten für Ausbau der Straße

Zwei Varianten hat die IWA ausgearbeitet: einmal mit einem in beide Richtungen zu benutzendem Radweg auf der nördlichen Seite der Fahrbahn und eine Variante mit beidseitigem Richtungsradweg. Die Vorteile der ersten Variante: Etwas weniger Platzbedarf und damit wohl kostengünstiger. Nachteil: Zweimal müssen in dem kurzen Straßenabschnitt Zu- und Abfahrten zum Park&Ride-Platz und zum Hallenbad passiert werden. Wenn Radler hier in beide Richtungen unterwegs sind, ist die Gefahr, dass die von links nahenden Radfahrer von Autofahrern übersehen werden, hoch.

Votum für beidseitige Radwege

Das sahen auch die Ausschussmitglieder so und votierten einstimmig für die Planungsvariante 2 mit beidseitigen Radwegen. Der Stadtverordnetenversammlung, der die endgültige Entscheidung obliegt, wird allerdings ein Änderungswunsch mitgeteilt. So fand die Mehrheit der Ausschussmitglieder, dass die mit dem zulässigen Mindestmaß von 1,60 Meter geplanten Richtungsradwege zu schmal seien. Sie sollten doch bitte auf zwei Meter erweitert werden.

Radwege sollen zwei Meter breit werden

Da das Ingenieurbüro die Schutzstreifen zwischen Radwegen und Fahrbahn mit 0,75 Meter 25 Zentimeter breiter geplant hatte, als nach Vorschrift nötig, werden diese nun auf die zulässigen 0,50 Meter verkleinert. Damit sind die Radwege schon 1,85 Meter breit. „Und die restlichen 15 Zentimeter finden wir auch noch“, versprach Planer Udo Knopke. Im Endeffekt heißt diese Änderung, dass die gesamte Straßenanlage um 30 Zentimeter weiter nach Norden ragen wird. Zur Südseite begrenzt das Gelände das Deutschen Bahn den Straßenbau.

Gehweg, Radwege und Abbiegespuren

Zu den Radwegen kommt auch ein nördlich geführter Gehweg, Querungshilfen für Fußgänger an den beiden Ausgängen des Bahnhofs Seegefeld, beidseitig je eine Bushaltestelle auf Höhe des westlichen Bahnhofsausgangs und zwei Linksabbiegerspuren an den Zufahrten zum Park-and-Ride-Platz und zum Parkplatz des Hallenbades. An diesen Zufahrten wird der nördliche Radweg farblich vom Asphalt abgehoben und mit Piktogrammen versehen. Auch die Anfahrt zur Kreuzung mit der L20 wird leicht umgestaltet, u.a. werden die Fahrspuren verbreitert.

Straßenanlage wird Hallenbad-Grundstück überbauen

Durch den Ausbau wird die Seegefelder Straße deutlich weiter nach Norden reichen als bisher. Das ist im Prinzip kein Problem, weil es sich bei den dortigen Grundstücken um Stadteigentum handelt. Allerdings wird hier ja zum einen das Hallenbad nach einem gültigen Bebauungsplan gebaut, der keine Verkehrsfläche vorsieht, zum anderen muss der Park&Ride-Platz nach Norden versetzt werden. Das könnte eventuell Parkplätze kosten, wenn das Grundstück nicht mehr ausreicht.

Bebauungsplan Hallenbad muss angefasst werden

Für den Park&Ride-Platz zeichnet sich das gleiche Ingenieurbüro verantwortlich, wie für die den Straßenausbau. Somit werden hier die Auswirkungen nun geprüft werden, da sich die Ausschussmitglieder für eine Variante ausgesprochen haben. Bürgermeister Heiko Müller (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass der Straßenausbau keinen Einfluss auf den Hallenbadbau haben wird. Man müsse zwar wohl den Bebauungsplan anfassen wegen der Umnutzung eines Grundstückteils zur Verkehrsfläche, aber mit der Baugenehmigung sollte es keine Probleme geben, da lediglich ein geplanter Grünstreifen betroffen wäre. Dieser würde dann kleiner ausfallen.
Die endgültige Entscheidung liegt bei den Stadtverordneten, die das nächste Mal am 19. Mai tagen.