Landkreis und Gemeinde arbeiten hier zusammen, um den steigenden Bedarf an Plätzen für die Sekundarstufen I und II zu decken. Die Notwendigkeit einer weiteren Gesamtschule in der Region war durch die Schulentwicklungplanung des Kreises offensichtlich geworden. Bereits bis zum Schuljahr 2021/22 soll der erste Teil der neuen Schule für die Sekundarstufe I fertig sein, bis spätestens 2025/26 soll auch alles für die Sekundarstufe II bereit sein. Vierzügig wird die Gesamtschule geführt werden. Die Umwandlung der Oberschule in eine Gesamtschule wurde bereits durch das zuständige Ministerium genehmigt.
Der Zeitplan für den Bau ist knapp, sei aber zu halten, so Bürgermeister Garn zur Unterzeichnung. Das sei natürlich auch abhängig davon, wie schnell entsprechende Baufirmen gefunden werden. Landrat Lewandowksi äußerte die Hoffnung, dass viele Regionale darunter sein werden. Derzeit laufe die Ausschreibung für einen Planer. Entstehen soll eine neue, moderne Schule, in der sich die Schüler wohlfühlen, so Garn. Insgesamt sind für das Projekt 25 Millionen Euro veranschlagt, der Landkreis gibt 6 Millionen Euro dazu. Finanziert werde die Summe über mehrere Säulen.
Bürgermeister Wilhelm Garn bemängelte in diesem Zusammenhang, dass sich das Land Brandenburg nicht an Schulneubauten beteilige und es derzeit keine Möglichkeit gebe, Fördermittel zu erhalten. Einzig Schulzentren würden derzeit vom Land gefördert.
Die Brieselanger Gesamtschule ist das dritte Schulprojekt, in dem der Landkreis mit einer Gemeinde zusammen arbeitet. Zuvor hatten schon das Vicco-von-Bülow-Gymnasium in Falkensee und das Goethe-Gymnasium in Nauen von einer ähnlichen Partnerschaft profitiert.