Rainer Gütschow nennt die Charakteristika der Welle: "Jeder kommt rein, wann er will, weil keine Vereine drin sind." Außerdem: "Es ist alles sehr sauber, und wir sind sehr freundlich." Und nicht zuletzt: "Günstige Eintrittspreise." Deshalb komme halb Berlin bis kurz vor Falkensee vorbei. Aus diesem Grund hält er etwa Studien zur Ermittlung des Bedarfs an Schwimmhallen für total überflüssig: "Sobald ein Hallenbad eröffnet ist, wird es genutzt." Auch von gleichfalls teuren so genannten Zufriedenheitsuntersuchungen will er nicht viel wissen: "Dass die Leute zufrieden sind, sehen wir schon daran, dass sie immer wiederkommen." Eine Erfolgsgarantie für die Schönefelder Welle sieht Rainer Gütschow vor allem in der kommunalen Trägerschaft, die nicht nur eine Bezahlung der Mitarbeiter nach Tarif sichert, sondern die Qualität des gesamten Leistungsangebots. Bis jetzt wurden 700.000 Besucher gezählt. In absehbarer Zeit wird gewiss eine Million erreicht. Am 8. Dezember feiert die Schwimmhalle ihren fünften Geburtstag.
Wunschlos glücklich? "Nein", antwortet Rainer Gütschow, "was fehlt, ist ein Bistro oder ein Imbiss, der Sauna- und Wellnessbereich könnte wesentlich größer sein, um mehr Geld für den Betrieb der Schwimmhalle einspielen zu können." Mehr oder weniger deutlich empfiehlt Rainer Gütschow mithin Falkensee, nicht zu lange zu theoretisieren, sondern pragmatisch anzufangen und aus Fehlern zu lernen, die wohl nie vermeidbar sind. Mit RB 14, Fahrtnummer 18916, Abfahrt pünktlich, wieder nach Falkensee.