Bereits im August war der Kienberger Ortsvorsteher Alexander Schmunk (LWN) im Alter von 67 Jahren überraschend gestorben. In dieser Woche kam es daher zu Neuwahlen innerhalb des Ortsbeirates Kienberg (Nauen). Dabei wurde am 28. Dezember 2021 die 30-jährige Vanessa Hackmann (LWN) zur neuen Ortsvorsteherin gewählt. Wolfram Wendland (58) wird ihr Stellvertreter.

Projekte für aktives Dorfleben geplant

Vanessa Hackmann ist Geschäftsführerin eines Tiefbauunternehmens und ist es gewohnt, anzupacken. „Für meinen Heimatort Kienberg habe ich mir viel vorgenommen. Gemeinsam mit Wolfram Wendland und den Menschen in Kienberg wollen wir das Werk von Alexander Schmunk fortführen und das weiterentwickeln, was unseren Ort so liebenswert macht: Das Wir-Gefühl vorantreiben und mit der Dorfgemeinschaft viele Projekte umsetzen, die wir im Dorf benötigen“, so die zweifache Mutter. Dabei spiele der generationsübergreifende Zusammenhalt und das aktive Dorfleben eine zentrale Rolle.

Kienberg habe Potenzial

Vanessa Hackmann ist seit 25 Jahren in Kienberg zu Hause und identifiziert sich stark mit „ihrem“ Ortsteil. Kienberg sei ihr Lebensmittelpunkt. Sie sieht ein großes Entwicklungspotenzial. Der Erhalt und die Erweiterung der Vereinsarbeit ist ihr ein Anliegen.
Stellvertreter Wolfram Wendland ergänzt: „Es gibt kurzfristige Projekte, wie die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses, die wir als Gemeinschaft angehen werden“, so der gelernte Walzwerker und heutige Lagerist. „Eine zentrale Rolle für unser Dorfleben spielt unsere Freiwillige Feuerwehr mit ihren Kameradinnen und Kameraden. Sie muss als Einheit mit allen Mitteln unterstützt und aufrechterhalten werden. Dessen war sich auch Alexander Schmunk immer bewusst“, sagt Wolfram Wendland, der seit 31 Jahren in Kienberg lebt, Vater von zwei Kindern und Opa eines Enkelkindes ist.

Wegzug verhindern und demografischen Wandel gestalten

Beide Ortsbeiräte sind über den verstorbenen Alexander Schmunk überhaupt erst zur Lokalpolitik gekommen. Allen dreien sei klar gewesen, dass man den Wegzug verhindern und den demografischen Wandel nur gestalten kann, indem man an der Attraktivität des Ortes unermüdlich arbeitet und sich fortwährend für die positive Entwicklung des ländlichen Raumes einsetzt. „Das können im Kleinen auch Baumpflanzungen als Lückenschluss sein, um zum Beispiel die Allee zu vervollständigen.“ Solche Projekte schaffe man freilich nur als Gemeinschaft, unterstrich die junge Ortsvorsteherin.  

Nauens Bürgermeister gratuliert

Nauens Bürgermeister Manuel Meger (LWN) gratulierte den beiden Frischgewählten noch am Abend persönlich. „Ich wünsche Frau Hackmann und Herrn Wendland viel Erfolg und Schaffenskraft für ihr Ehrenamt, das sie ja bereits an der Seite von Alexander Schmunk in den vergangen zwei Jahren kennengelernt haben, schließlich hinterlässt er nach seinem plötzlichen Tod eine große Lücke im Dorfleben.“