Tobias Bank hat die Bilder aus den 1980er Jahren 2003 vor der anstehenden Müllentsorgung gerettet.
Die Fotos stammen aus dem Fundus der Arbeitsgemeinschaft Fotografie, deren ehrenamtlicher Leiter war der Lehrer Gerhard Krause - so schließt sich der Kreis. Die Schule trug damals den Namen "Alexander Zawadzki". Gerhard Krause konnte zur Eröffnung nicht dabei sein, einige der Anwesenden erinnerten sich an ihn als beliebten und aufgeschlossenen Lehrer. Tobias Bank stellt den Fotos der Vergangenheit seine eigenen Aufnahmen, die aktuell von gleicher Stelle aus fotografiert wurden, in einem Bilderrahmen gegenüber.
Diese Art der Präsentation erleichtert den Betrachtern die Wiedererkennung des Ortes. Darunter sind viele Aufnahmen, die erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Unter anderem werden Motive rund um die Bahnhöfe Finkenkrug und Falkensee sowie von bekannten Straßenzügen aus Falkensee gezeigt. So manche Erinnerung wurde bei den Betrachtern geweckt, für Neu-Falkenseer war es ein spannender Rückblick in die Ortsbebauung.
Für Tobias Bank, ist dies nicht die erste Ausstellung. Bekannt wurde er unter anderem mit Präsentationen wie, "DDR Arbeitsschutzplakate", "Tüten, Taschen, Beutel aus der DDR" oder "Porzellan-Medaillen aus der DDR". Letztgenannte Ausstellung wurde im Kunstarchiv Beeskow gezeigt und erhielt großen Zuspruch, sowohl vom Fachpublikum als auch von den Besuchern.
Jegliche Art von Nostalgie weist Bank allerdings weit von sich. "Mir geht es darum, einen historischen Zeitabschnitt näher zu beleuchten, gerade weil aus dieser Epoche so viel verloren gegangen ist". Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaft sowie der Allgemeinen Geschichte (General History), belegt er bereits sein Zweitstudium Zeitgeschichte, mit dem er auch schon kurz vor dem Abschluss steht.
Wer Tobias Bank Zeugnisse der Zeitgeschichte zukommen lassen möchte, kann unter der E-Mail ddr.exposition@gmail.com mit ihm in Verbindung treten. Ebenso ist es möglich, bei der Vorsitzenden des Fördervereins des Kulturhauses "Johannes R. Becher", Ingrid Kaufmann, das Interesse anzumelden.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Förderverein und kann bis zum 1. November 2016 besichtigt werden, um telefonische Voranmeldung unter 03322/ 3287 wird allerdings gebeten.