Da musste sich der Weihnachtsmann sputen, denn die Kinder der Wustermarker Kita Spatzennest sollten noch vor dem Lockdown ihre Geschenke bekommen. Geplant war eigentlich ein späterer Termin, doch wenn alle anpacken, dann klappt es auch mit einer vor dem Lockdown-Bescherung.

Wustermarker Weihnachtswichtel packen Geschenke

So nahmen die Kinder der Gruppe Eisbären stellvertretend für alle Kinder der Kita die Geschenke bereits am Dienstag entgegen. Gespendet und liebevoll verpackt wurden sie von den „Wustermarker Weihnachtselfen“. Also Mitmenschen, die den Kindern eine besondere Freude zum Fest der Liebe bereiten wollten.
In diesem Jahr fällt Weihnachten klein aus. Das ist in Wustermark nicht anders als im Rest des Landes. Für die Kita Spatennest bedeutete Weihnachten einen besonderen Kraftakt. Denn die Kita wurde auf nunmehr 12 Gruppen vergrößert. 131 Kinder werden derzeit betreut. „Damit waren auch die finanziellen Mittel schnell aufgefressen“, wie die stellvertretende Ortsbeirätin, Maria Zunke, erzählt.

Ortsbeirat startet Wunschbaumaktion

Daraufhin startete der Ortsbeirat eine Wunschbaumaktion. Die Gruppen der Kita sollten ihren Weihnachtswunsch zu Papier bringen und diese Wünsche wurden dann am Weihnachtsbaum der Gemeinde aufgehangen. So wurde aus dem Weihnachtsbaum am Brunnenplatz ein Wunschbaum. Dort hingen die kleinen Wünsche nicht lange. Kitaleiterin und Ortsbeirat waren erstaunt, bereits am nächsten Tag waren alle Wünsche vom Baum gepflückt.
Es gab sogar Nachfragen von Menschen, die sich gern an der Aktion beteiligen wollten, aber nun keinen Wunsch mehr am Baum vorfanden. Also holte Zunke noch die Tagesmütter der Gemeinde mit ins Boot. Die vier Tagesmütter gaben nun ebenfalls die Wünsche für ihre Kinder ab. Malstifte, Sandspielzeug, die Kitagruppe Eisbären hatte sich ein „Mensch ärgere dich nicht“ Spiel gewünscht.

Geschenke mit dem Bollerwagen abgeholt

Zur vorzeitigen Bescherung kamen die zehn Eisbären-Kinder mit weihnachtlich geschmückten Bollerwägen an. Die knallroten Bollerwagen wurden der Kita von der Freiwilligen Feuerwehr Priort und einer Privatperson gesponsert. Auch bei den Geschenken gab es mit dem SV Wustermark besonders fleißige Weihnachtselfen. Kita-Leiterin Andrea Voll ist begeistert von der großen Hilfsbereitschaft in der Gemeinde. „Ich hätte nicht gedacht, dass sich so viele Menschen an der Aktion beteiligen würden“, sagt sie. Ob daraus vielleicht eine Tradition werden könnte? Sie nickt zaghaft. „Ja, warum eigentlich nicht?“
Die Geschenke, auch darauf wurde geachtet, wären in Geschäften in der Region gekauft worden, sagt Maria Zunke. Hinter ihr werden die Kinder langsam unruhig. Bescherungen, auch frühe, werden immer mit Ungeduld erwartet.
Alles Wichtige rund um die Adventszeit gibt es auf einer Themenseite.