Im Vorjahr hatte es keine drei Sekunden gedauert und alle Kugeln waren vom Baum verschwunden. Die Bereitschaft, den Wunsch eines Fremden zu erfüllen, ehrt die Falkenseer. Dennoch hatte sich Reckermann für dieses Jahr etwas mehr Ruhe und Besinnlichkeit beim Kugelpflücken gewünscht. "Es sind nicht nur einfach Kugeln, die weitergereicht werden. Es sind Wünsche. Bitte behandeln sie diese würdevoll und mit Respekt", bat sie.
Der stellvertretende Bürgermeister, Thomas Zylla, sorgte auch in diesem Jahr wieder für die Erleuchtung des Baumes. "Nicht alle Wünsche werden erfüllt werden können", sagt er mit Blick auf all jene, die Weihnachten ohne geliebte Menschen verbringen werden.
Die Wünsche in den Kugeln sind oft erstaunlich klein, sagt Hartmut aus Falkensee. Er kommt jedes Jahr und pflückt eine Wunschkugel, erzählt er. Neben ihm steht Henry und hält lächelnd seine Kugel empor. Endlich, sagt er, hat er eine abbekommen. Er habe es schon mehrfach versucht, aber immer ohne Erfolg. Auf diese Art jemanden glücklich zu machen, sagen beide, das genau mache doch Weihnachten aus. Auch Nicole aus Falkensee hat eine Kugel gepflückt. "Ich möchte jemanden eine Freude machen, der sonst vielleicht kein Geschenk unter dem Baum vorfinden würde", sagt sie.
Die Geschenke, oft seien es Schul- oder Bastelsachen, sagt Reckermann, müssten recht schnell besorgt und mitsamt den Kugeln wieder abgegeben werden. Zum einen erleichtert dies die Zuordnung des Wunsches, zum anderen kann Reckermann die Kugeln weiterverwenden. Denn auch im nächsten Jahr möchte sie mit den Weihnachtswichteln und Elfen wieder die kleinen Wünsche in Kugeln füllen, so dass sie von Menschen mit großen Herzen erfüllt werden können.