Der Forstbeauftragte der Gemeinde, Matthias Koch, sieht sich vor einer schier endlosen Aufgabe. "Die Menge der sterbenden Bäume nimmt in unserer Gemeinde rasant zu," so Koch. "Die jetzt vorliegenden Zahlen sehen bei der nächsten Begehung schon wieder ganz anders aus. Wir reden hier von Wochen, nicht Monaten oder Jahren."
Besonders Buchen, Eichen, Birken und Kiefern sind von der andauernden Dürre betroffen. Aber das allein ist nicht der Grund für das jetzige Baumsterben. "Die Stürme im Jahr 2017", so Koch, "haben dafür den Weg bereitet. Die damals scheinbar unbeschädigten Bäume haben durch die mechanischen Bewegungen im Erdboden starke Wurzelabrisse erfahren. Die reduzierten nicht nur die Standsicherheit, sie sind auch Nährboden für viele schädliche Pilze."
Die betroffenen Bäume hatten also schon vor der beginnenden Dürre im Jahr 2018 Probleme mit der Wasseraufnahme. Jetzt wird dies sichtbar.
Zum Beispiel am "Großer Stern" an der Straße der Jugend, Ecke Gotenweg. Hier wird das  Straßenbild durch die Fällung von momentan zwölf hohen Rotbuchen ein ganz anderes werden. Die charakterliche Prägung durch eine hohe Randbewaldung der grünen, schattenspendenden Rotbuchen wird verschwinden. Am Waldstreifen in der Eichenallee werden zudem 20 Rotbuchen, Kiefern, Lerchen und Eichen fallen. "Es ist eine Katastrophe," zeigt sich Oehme betroffen. "Der Charakter unserer Gemeinde wird sich radikal verändern."
Trockene Bäume finden sich nicht nur an Waldrändern sondern auch in besonderen Maße in Alleen. Hitze und Trockenheit haben auch diesen Bäumen zugesetzt. In diesem Zusammenhang hat die Gemeinde Schönwalde/Glien auf ihrer Internetseite einen Sicherheitshinweis veröffentlicht: "Alleen sind bedingt durch Hitze und Trockenheit derzeit stark vom Grünastabbruch betroffen. Der Bürgermeister bittet um besondere VORSICHT! Vermeiden Sie Aufenthalte unter großen Bäumen und parken Sie Ihre Fahrzeuge nicht darunter."