Am Freitag (26.11.) stieg die Sieben-Tages-Inzidenz in Frankfurt (Oder) weiter an. Mit 820,8 lag der Wert den zweiten Tag in Folge über 750. Nach drei aufeinanderfolgenden Tagen über der genannten Marke treten am Tag darauf unter anderem nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Kraft. In Frankfurt könnte dies am Sonntag der Fall sein.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) registrierte 94 neue Corona-Fälle in der Stadt, in den letzten sieben Tagen wurden 468 Neuinfektionen in Frankfurt gezählt – so viele wie noch nie in einer Woche.

Krisengespräch bei der MuV vor dem Veranstaltungswochenende

Angesichts der dramatischen Lage gab es am Freitagvormittag ein Krisengespräch bei der Messe- und Veranstaltungs GmbH (MuV). Denn trotz hoher Inzidenzen sind größere Kulturevents für Geimpfte und Genesene entsprechend der seit Mittwoch geltenden Landesverordnung weiter möglich. Für einige Veranstaltungen in Frankfurt (Oder) werden die Regeln jedoch nunmehr verschärft.
„Wir haben in Abstimmung mit den Veranstaltern beschlossen, zusätzlich zu den 2G-Regeln eine Maskenpflicht sofort umzusetzen“, erklärte Nora Weise, Leiterin Kommunikation, Marketing und Vertrieb der MuV. Die Maskenpflicht gelte bei Veranstaltungen im Kleist Forum, in den Messehallen, bei Konzerten des Staatsorchesters und in der Konzerthalle. Neben den digitalen Impfnachweisen müssten Besucherinnen und Besucher also auch an ihre Masken denken, so Weise.
Am Sonntagabend (28.11.) tritt in der Messehalle 1 die Band Karat auf, einige Stunden zuvor spielt in der Messehalle 4 das Staatsorchester. Für beide Veranstaltungen wurden Hunderte Tickets verkauft.

Oberbürgermeister ruft alle dazu auf, sich testen zu lassen

Auch Oberbürgermeister René Wilke appellierte am Freitag bei den Vorsichtsmaßnahmen „über das hinauszugehen, was in der Verordnung steht“. Er selbst teste sich trotz vollständiger Impfung regelmäßig – und empfehle dies auch allen anderen.
Auf seiner Facebook-Seite schrieb er: „Ich bin geimpft. Ich finde das richtig und werbe auch dafür. Aber: Wir wissen doch mittlerweile, dass das allein nicht komplett und in jeder Hinsicht schützt. Deshalb ist es sinnvoll, wenn wir uns alle regelmäßig testen (lassen)“, erklärte der OB. „Damit erkennen und unterbrechen wir Infektionsketten. Alle gemeinsam. Das ist jetzt wichtig. Und das sollte uns alle verbinden. Trotz unterschiedlicher Entscheidungen zur Impfung.“
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