Der Fahrer des gestohlenen Jeeps, der am Dienstag (16.11.) einen Unfall mit mindestens 80.000 Euro Sachschaden in Frankfurt (Oder) verursachte, sitzt in Untersuchungshaft. Der 42-Jährige war gleich am Mittwoch (17.11.) einem Richter am Amtsgericht Frankfurt (Oder) vorgeführt worden. Der Richter verkündete einen Untersuchungshaftbefehl. Der Unfallfahrer befinde sich bereits in einer Justizvollzugsanstalt, wie die Polizei am Freitagvormittag mitteilte.

Polizistin außer Dienst hatte Bundespolizei informiert

Der 42-jährige polnische Staatsbürger war am Dienstag (16.11.) gesichtet worden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Eine Zeugin hatte das Fahrzeug bemerkt und es aufgrund des verdächtigen Verhaltens an die Polizei gemeldet.
Schon auf der B5 zwischen Müncheberg und Frankfurt war der weiße Jeep im Straßenverkehr aufgefallen. Eine Polizistin außer Dienst bemerkte, dass das Auto hinter ihr ständig in Schlängellinien fährt und ab und an in den Gegenverkehr gerät. Sie meldete dies der Bundespolizei.

Als der Fahrer das Blaulicht sah, beschleunigte er

Polizeibeamte stellten das Fahrzeug wenig später in der Rosa-Luxembug-Straße auf Höhe der Einmündung zur Franz-Mehring-Straße fest und wollten es kontrollieren. Als der Fahrer des Jeep die Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht bemerkte, beschleunigte er das Auto. In der Franz-Mehring-Straße verlor er die Kontrolle und stieß gegen einen parkenden Audi. Dieser schob dann drei weitere parkende Autos ineinander.
Der Fahrer verließ das Auto und versuchte, zu Fuß zu entkommen. Inzwischen wusste die Polizei, dass der Jeep, den er gefahren hatte, in der vorhergehenden Nacht in Niedersachsen gestohlen worden war. Er stand bereits bei der Landespolizei auf der Liste der gestohlenen Autos, informierte Polizeisprecher Roland Kamenz. Die Polizei nahm weiter die Verfolgung auf. In der Halben Stadt gelang es Kräften der Bundespolizei, den Fahrer zu stellen. Er wurde vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sind noch nicht abgeschlossen. Der Sachschaden beträgt mindestens 80.000 Euro.