Am Freitag gab es zwei Konzerte im Theater des Lachens. Nach Thomas Strauchs an eine Humoreske erinnernder Konzertankündigung gingen zwei Drittel von Paulines Choice auf die Bühne. "Sie haben bestimmt das Foto draußen gesehen, auf dem jemand mit dem Zeigefinger zeigt", erzählt Tim von der Band. "Dieser Zeigefinger wurde gestern verletzt..." Folge davon war, dass Tim Stücke sang, die sonst die zwei Mädels der Band, Pauline und Lisa-Lou, gesungen hätten. Nach einer Pause übernahm Dizzy Spell (Schwindelanfall) als Duo die Bühne und verzückte durch leidenschaftliches Instrumentieren von Jan Oelmann und der sanften Stimme Juliane Weinelts.
"Das Publikum war sehr anspruchsvoll", blickte Weinelts zurück. Solveig Kauczynski, als Mitglied von Tanzbein bekannt, machte bei Weinelts Gesangsworkshop mit. "Gerade habe ich begriffen, warum ich irische Sachen so mag", freute sie sich im Workshops über ihre Erkenntnis des Tages: "Sie singen nur mit der Kopfstimme."
Das Festival endete mit einem besinnlichen Konzert von Jörg Kokott, der mit seiner weichen tiefen Stimme verzückte und viele tiefgründige emotionale Lieder spielte.
Gunhild Strauch, Vorsitzende des Vereins Kunstgriff, betonte, dass das Besondere beim Festival der Mitmachaspekt ist: "Es geht auch ums Selbermachen in den Workshops." Für das zehnjährige Jubiläum des Festivals ist geplant ULMAN, eine von Thomas Strauchs Lieblingsbands, einzuladen. "Die ist teurer. Aber dann hätte ich einen guten Grund etwas über die Stränge zu schlagen", sagt Festivalchef Strauch.
Folk im Fluss mit vier Konzerten, drei Workshops und abendlichen Sessions