Oberbürgermeister René Wilke hat am Dienstag eine neue Tierseuchenallgemeinverfügung für die Stadt Frankfurt (Oder) erlassen. Sie tritt ab Mittwoch in Kraft und gilt für das gesamte Stadtgebiet, teilte die Pressestelle der Verwaltung mit.
Hintergrund ist ein Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Bleyen-Genschmar (Amt Golzow/MOL), der vor einigen Tagen bekannt geworden war. „ASP rückt näher“, erklärte der Ordnungsbeigeordnete Claus Junghanns am Montag im Hauptausschuss.

Einige Verschärfungen treten in Frankfurt in Kraft

Frankfurt gehört nun nicht mehr zur Pufferzone, sondern zum gefährdeten Gebiet. Mit der neuen Allgemeinverfügung einher gehen eine Reihe von Verschärfungen. Angeordnet wurde unter anderem ein vorläufiges Jagdverbot. Auch landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Flächen dürfen vorläufig nicht genutzt werden. Eine Ausnahme ist die Weidehaltung. Für Hunde gilt im Stadtgebiet eine Leinenpflicht. Das Veterinäramt  verstärkt zudem die Suche nach erkrankten und verendeten Wildschweinen.

Wälder dürfen weiterhin betreten werden

Das Betreten der Wälder – etwa zum Pilze sammeln – ist weiterhin erlaubt. Sollten vermutlich erkrankte Wildschweine oder Wildschweinkadaver gesichtet werden, ist jedoch unverzüglich das Veterinäramt zu informieren.
Zu erreichen ist die Behörde unter 0335 5523940 oder per E-Mail an vet@frankfurt-oder.de. Parallel hat die Frankfurter Feuerwehr werktags von 8–16 Uhr eine Hotline für allgemeine Fragen zum Thema ASP eingerichtet, Telefon 0335 565 3743 oder 0335 5653744.
Zum genauen Wortlaut der Allgemeinverfügung geht es hier.