Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich auf dem Stadtgebiet von Frankfurt (Oder) – zu dem auch viele Waldflächen gehören – weiter stark aus. Am Freitag, 4. Juni, meldete die Pressestelle der Stadt 13 neue Positivbefunde auf ASP. Neun Tiere seien dem Kerngebiet 1 (nördliche Oderwiesen) zuzuordnen, vier weitere dem Kerngebiet 2 (Buschmühlenweg). Somit sind stadtweit bisher insgesamt 50 durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte Schweinepest-Fälle zu verzeichnen.

Tiere sollen nicht aus ihren Revieren vertrieben werden

Um zu vermeiden, das infizierte Wildschweine durch ständige Beunruhigung aus ihren Revieren vertrieben werden, ist eine neue Tierseuchenallgemeinverfügung in Kraft getreten, teilt die Stadt mit. Diese beinhaltet ein absolutes Jagdverbot im gesamten Stadtgebiet. Hinzu kommt ein Nutzungsverbot der land- und forstwirtschaftlichen Flächen in den beiden Kerngebieten.
Die mobilen Zäune entlang der B112 werden zeitnah durch Festzäune ersetzt, die den Kriterien der Wildschweinabwehr entsprechen, erklärt die Stadt. Solch ein Zaun werde nun ebenfalls nahe der B87 im Süden der Stadt entstehen, um eine feste Wildschweinbarriere Richtung Westen zu schaffen. Erst wenn diese Barriere vollständig geschlossen ist, könne das Jagdverbot aufgehoben werden, heißt es.
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