Zum Start am Morgen auf dem Anger hatte sich mit Reinhard Wagner ein Anwohner der Bergstraße dazu gesellt. Er hatte sich mit seinem Anliegen schon zuvor an den Ortsbeirat gewandt: An den Gräben, in die der obere Teich an der Bergstraße entwässert, bestehe Handlungsbedarf.
"Wenn Herr Wagner und andere Anwohner da nicht mähen und die Abflüsse frei halten würden, wären die Gräben, die das Wasser in Richtung des Mühlenfließes führen, schon längst verschlammt und verlandet", sagt Marion Krüger, die den Anwohnern namens des Ortsbeirates für ihr Engagement dankt. Und dass es an der Zeit für eine grundlegende Grabenpflege sei. Der Ortsbeirat sieht die Stadt oder den Unterhaltungsverband in der Pflicht. Konkretes soll bei der Frühjahrs-Gewässerschau geklärt werden.
Noch auf ein weiteres Problem hat der Anwohner der Bergstraße aufmerksam gemacht – auf die schief stehenden Straßenleuchten, die wohl ein Fall fürs städtische Tiefbauamt sind, berichtet die Ortsvorsteherin.
Aus dem Ortskern machten sich die Teilnehmer des Rundgangs dann auf den Weg zum Bismarckturm. Matthias Gosemann von der Agrar GbR Booßen hatte die Ortsbeiratsmitglieder im Vorfeld darüber informiert, dass er im Herbst vorigen Jahres den Weg zum Turm frei geschnitten habe. "Da kommt man jetzt gut ran", sagt Marion Krüger.
Handlungsbedarf hat der Ortsbeirat an den Sitzgelegenheiten am Turm festgestellt: Eine Holzbank ist kaputt, soll repariert werden. An einer Sitzgarnitur ist das Holz spröde und rissig. Es soll abgeschliffen werden, wurde bei der Begehung festgelegt.
Das Herz-Graffity auf dem Turmmauerwerk finden die Ortsbeiratsmitglieder zwar nicht gerade schön. Aber der Aufwand, es zu beseitigen, sei zu groß, meinen sie.
Die nächste Station auf dem Rundgang war der an der Ortsdurchfahrt der B5 gelegene Bienengarten der Grundschule am Mühlenfließ. Hier wurden die Besucher von Imker Robert Volkmann erwartet. Der ehemalige Lehrer und Initiator der Booßener Schulimkerei will den Bienengarten im Vorfeld des "Tag der Honigbiene" am 20. Mai auf Vordermann bringen und erhofft sich Hilfe vom Ortsbeirat. Die wurde ihm in einem Fall schon zugesagt: Mario Krüger, ein Mann vom Baufach, habe sich bereit erklärt, das defekte Dach des Holz-Gerätehauses zu reparieren, berichtet die Ortsvorsteherin.
Baumschutz im Bienengarten
Beim nächsten Arbeitseinsatz sollen die Bäume im Bienengarten vor weiterem Biber-Verbiss geschützt werden. "Die untere Naturschutzbehörde hat uns dafür Schilfrohrmatten zur Verfügung gestellt", so Marion Krüger. Biberschutzmaßnahmen seien auch im Erlengrund hinterm Bienengarten geplant. Die Weiden dort haben die Nager schon umgelegt. Die Erlen sollen jetzt mit Drahtmatten, die der Gewässer- und Deichverband zur Verfügung stellte, ummantelt werden.
Im Vorwerk Peterhof sahen sich die Mitglieder des Ortsbeirates die kleine Teichlandschaft an, die der Biber durchs Anstauen des Mühlenfließes auf einem Privatgrundstück entstehen ließ. Nach einem Vor-Ort-Termin mit der Naturschutzbehörde und dem Deichverband gab es umgehend Hilfe, lobt die Ortsvorsteherin.
Sie freut sich über das Angebot der Booßener Feuerwehrleute, die auf dem Fest- und Spielplatz im Ortskern mit anpacken wollen. Dort soll unter anderem die zur Ortsteilroute gehörende Sitzraufe umgesetzt werden. Sie stünde einem Festzelt im Weg.
Die geplanten Arbeiten müssen leider warten. Der für den 28. März geplante Arbeitseinsatz musste abgesagt werden.