Während Paula zunächst in eine Adoptivfamilie kam und sich dann auf in den Süden machte, bereitete das männliche Tier dem Storchenhof Sorgen. Bei einer Untersuchung wurde eine beidseitige Trübung der Augen festgestellt, wahrscheinlich ein Grauer Star. Das hat zur Folge, dass Paul Probleme bei der Nahrungssuche hat und es zu einer Kollision kommen könnte, würde er ausgewildert werden.
Deshalb ist er nach wie vor auf dem Storchenhof Loburg. „Es gestaltet sich leider schwer, einen sehbehinderten, aber flugfähigen Storch in eine dauerhafte Haltung zu vermitteln“, erklärt Antje Neumann vom Storchenhof. Er müsste weiter beim Fressen unterstützt werden. So bleibt Paul erst einmal ein Beistellstorch, durch den sich Neuankömmlinge auf dem Hof nicht so alleine fühlen, sagt sie. „Aber er ist eben doch recht pflegeintensiv.“
Paulas Reise kann erst einmal nicht nachverfolgt werden. Nur mit großem Glück bekommt der Storchenhof irgendwann eine Ringrückmeldung über ihren Aufenthaltsort. (sam)