Wir wissen heute nicht, ob der festlich geschmückte Einweihungszug der Berlin-Frankfurter Eisenbahn am 22. Oktober 1842, als er mit 23 Stundenkilometern die Steigung ab Briesen in Richtung Frankfurt erklomm, an der Haltestelle Rosengarten hielt. Als Tags darauf der reguläre Eisenbahnverkehr aufgenommen wurde, fuhren die Züge an der Station vorbei und die Reisenden sahen dann im Vorüberfahren das umzäunte und beleuchtete Bahnwärterhaus mit der Wasserstation, um danach gleich durch das Viadukt hindurch, an Rosengarten in Richtung Frankfurt an der Oder weiterzufahren. Hier in Rosengarten, an der, trotz des tiefen Geländeeinschnitts immer noch höchsten Stelle der gesamten Bahnstrecke, hielten anfänglich nicht die Personen - sondern nur die Güterzüge. Somit begann Rosengartens Eisenbahngeschichte erst am 31. Oktober 1842, als der Güterverkehr aufgenommen wurde.
Die Güterzüge beförderten nicht nur Frachtgüter und ab dem 23. Januar 1843 auch Vieh, sondern auch Personen in dem großen Wagen der zweiten Klasse sowie in Stehwagen und auch in oft unbedeckten Equipage-Wagen. Das sorgte bald für Unmut. Nachdem Mitte Juni 1843 heftige Regengüsse den stehenden Passagieren zusetzte, beklagte das "Frankfurter patriotische Wochenblatt", dass sie "nicht nur mit ihren Sachen, die sie in Körben und Bündeln trugen, ganz und gar durchnäßt, sondern mußten auch zuletzt bis an den Knöcheln im Wasser stehen. Die Schweine, die auf der Eisenbahn transportiert werden, bekommen ein Strohlager und ein schützenden Obdach ...". 1844 sollte dann dieser Personentransport durch Wagen der dritten Klasse ersetzt werden.
Die Rosengartener Haltestelle hatte die Bahngesellschaft knapp 4 000 Taler gekostet und war, nach Hangelsberg mit 3 500 Talern, die zweitbilligste Station. Sie befand sich auf der südlichen Seite des Schienenweges nahe dem Geld-Berg, unweit der Brücke (heute Brücke zwischen Rosengarten und Pagram), etwa 900 Meter westlich vom heutigen Bahnhof entfernt. An der Haltestelle Rosengarten, wo zuerst nur die Güterzüge lt. Betriebs-Reglement für zwei Minuten hielten, um Passagiere aufzunehmen oder abzusetzen, hielten später dann auch die Personenzüge.
Mit der Eisenbahn kamen Eisenbahnwärter, Eisenbahnarbeiter und Weichensteller hierher. Mancher von ihnen, wie Carl Ludwig Fischer und der 1856 verstorbene Bahnwärter Gottfried Wolff wohnten in neu errichteten "eisenbahnfiskalischen" oder eigenen Häusern am Ende des Dorfes nahe der Bahnstrecke.
Ein halbes Jahrhundert später sollte der Plan eines Verschiebebahnhofes für Frankfurt das Bild der Rosengartner Eisenbahnanlagen vollständig verändern. Die von Berlin kommenden Güterzüge sollten künftig bei Rosengarten über ein neues Gleis von der Hauptstrecke abbiegen und über einen neu angelegten Güterbahnhof Rosengarten nahe der Fürstenwalder Poststraße direkt zum neuen Frankfurter Verschiebebahnhof geführt werden. Die dafür nötigen neuen Gleisanlagen erforderten eine Verbreitung und gleichzeitig Tieferlegung des Planums um mehr als 8 Meter. Im Frühjahr 1911 begann die damit beauftragte Dresdener Firma Dyckerhoff und Widmann AG mit den Ausschachtungsarbeiten. Mit zwei Löffelbaggern und 180, zumeist polnischen Arbeitern, wurden täglich 3 500 Kubikmeter Erde abgetragen. Kaum hatte man damit begonnen, die alte Brücke für den Abriss freizulegen, da kam es zum ersten Erdrutsch, dann am 28. August 1911 zu einem weiteren mit mehr als 10 000 Kubikmeter Erdmenge. Etliche Rutschungen bis 1926 folgten und forderten der Bahn enorme Summen zur Beseitigung der Erdmassen und Abflachung der Böschungen ab.
Nachdem die alten Brücke im September 1911 abgerissen war, begann der Bau der "Hohen Brücke", ein prachtvolles Bauwerk, das seitdem mit fünf Bögen den 20 Meter tief gelegenen Einschnitt überspannt. Auch die zweite Straßenbrücke, die nach der Dorfstraße (heute Hauptstraße) über die Gleise führte, wurde Ende 1911 abgerissen und ein Neubau überbrückte bald mit vier Bögen die tiefer gelegten und vermehrten Gleise.
An dieser Stelle, nördlich des Schienenweges, war der neue Bahnhof vorgesehen. Das hier vom Bahnwärter Friedrich Wolff bewohnte Haus wurde beseitigt, er bekam dann Unterkunft in dem südlich davon neu errichteten großem Haus. Der neue Bahnhof entstand. Am Mittwoch, den 18. April 1917 wurde der bisherige Bahnhof geschlossen und der neue an der Dorfstraße in Betrieb genommen. Der um 11.35 Uhr aus Frankfurt eintreffende Zug war der erste, der an diesem Tag auf dem neuen Bahnhof abgefertigt wurde.
Das heute noch vorhandene Stationsgebäude, von wo man viele Jahre über Holztreppen zu den Gleisen gelangte, bekam später noch einen Anbau. Mit der Verlegung des Bahnsteigzuganges direkt von der Brücke, dem Rückbau der Güterverkehrsgleise und schließlich auch durch die bis 2005 neu gestalteten Bahnsteige veränderte sich weiter das Bild des Bahnhofes. Das Empfangsgebäude, welches die Bahn längst nicht mehr als Stationsgebäude nutzt, wurde im Jahr 2013 versteigert.