Die Kopernikussstraße ist seit Anfang September vergangenen Jahres gesperrt, weil die Brücke, die an dieser Stelle die Straßenbahngleise überspannt, saniert werden musste. Seitdem ist die wichtigste Verbindung zwischen Süd und West gekappt, der Verkehr wird weiträumig umgeleitet.
Laut Planung sollten die Sanierungsarbeiten bereits zum Jahresende abgeschlossen sein. Doch schon die Ausschreibung und Vergabe hatten sich verzögert, weil die Finanzierung – eine Mischung aus Förder- und Eigenmittel – nicht rechtzeitig freigegeben war. Während des Abrisses wurde dann festgestellt, dass der Beton des Brückenüberbaus mit giftigem Phenol belastet war und durch eine Spezialfirma entsorgt werden musste. Später wurden dann Einbauten an der Brücke entdeckt, die in den über 40 Jahre alten Planungsunterlagen nicht enthalten waren, und deren Abriss ebenfalls für Verzögerungen sorgte. Mitte Februar kam es erneut zum Stillstand auf der Baustelle, weil bestimmte Arbeiten zur Versiegelung der Brücke bei Kälte nicht durchgeführt werden konnten.(soj)