"Das Eltern-Kind-Zentrum ist eine Besonderheit der Frankfurter Volkshochschule", sagt Leiterin Carola Christen. 2006 gegründet, soll es nun vermehrt Familien mit Migrationshintergrund ansprechen, die sonst eher nicht in die Volkshochschule kämen.
Einzigartig in Brandenburg sei auch das Programm für Menschen mit Beeinträchtigungen, für das die VHS mit der Beratungs- und Begegnungsstätte "Peitzer Acht", der Wichern-Diakonie und den Sozialen Diensten kooperiert. "Die Macht der Gefühle" nennt sich eine Ausstellung im Erdgeschoss der VHS, die von verschiedenen Veranstaltungen, zum Beispiel am Valentinstag zum Thema Liebe, einem Besuch der Gedenkstätte "Opfer politischer Gewaltherrschaft" und einem Klimafrühstück begleitet wird.
Erstmals werden im neuen Semester in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Schwerhörigenverein viele Veranstaltungen auch für Menschen mit Hörbeeinträchtigung angeboten, die den Kursleitern über Kopfhörer besser folgen können sollen.
"Außerdem versuchen wir, stärker in die politische Bildung zu gehen, unter anderem durch Online-Vorlesungen", sagt Christen. Einige bayerische Volkshochschulen hätten Zugang zu hochkarätigen Dozierenden, deren Seminare, zum Beispiel zum Thema amerikanische Wirtschaftspolitik oder Krise der Sozialdemokratie, in Frankfurt nicht nur live verfolgt werden können. Es wird auch möglich sein, per Chat Fragen zu stellen.
Sprachen und Schulabschlüsse
Ein Dauerbrenner der VHS seien natürlich die Sprachkurse, vor allem für Englisch, Französisch und Polnisch sowie Deutsch als Fremdsprache, was unter Polinnen und Polen sehr gefragt sei. Auch Schulabschlüsse können an der Volkshochschule nachgeholt werden, zumindest das neunte und zehnte Schuljahr; fürs Abitur gebe es nicht genug Nachfrage.
Allgemeines Ziel der VHS sei es, "ein Angebot zu schaffen, das allen an Bildung Interessierten offen steht und keine bestimmten schulischen Abschlüsse voraussetzt. Es geht nicht zwangsläufig um berufliche Qualifikationen, sondern um Persönlichkeitsbildung," sagt Christen.
Bei älteren Menschen spiele die soziale Komponente eine Rolle. Der Großteil der Kursteilnehmenden sei zwar zwischen Mitte 30 und 50, der Anteil der Älteren habe in den letzten Jahren jedoch zugenommen.
Das gesamte Angebot ist auf der Homepage und im Programmheft zu finden, das in der Volkshochschule ausliegt. Anmeldungen sind jederzeit, auch während des Semesters, online und telefonisch möglich. Empfohlen wird jedoch, sich bis zehn Tage vor Kursbeginn zu entscheiden. Die meisten regelmäßig stattfindenden Seminare, wie Fremdsprachen, beginnen am 10. Februar. Polnisch und Deutsch kosten zwei Euro pro Stunde, die meisten anderen Kurse drei bis fünf Euro. Das Angebot in der politischen Bildung ist kostenfrei.