Für die Stadtverkehrsgesellschaft mbH (SVF) stellt die Sperrung des Tunnels eine enorme Herausforderung dar. "Der Busverkehr ist wegen der Sperrung nicht möglich", sagt Andreas Lorenz, Geschäftsbereichsleiter Verkehr. "Wir wollen den Nahverkehr für die Anwohner aber trotzdem absichern."
Die Lösung lautet zum einen: Die Buslinie 984 wird umgeleitet. Vom Carthausplatz aus fahren die Busse ab dem 2. März über die Güldendorfer Straße hoch nach Neuberesinchen, von dort weiter nach Güldendorf, runter zur Tzschetzschnower Schweiz, dann wieder hoch nach Güldendorf und weiter nach Lossow. Und umgekehrt. Die Güldendorfer Straße bleibt bergab Einbahnstraße, nur der Linienbus darf bergauf fahren. An den Brücken wird eine Ampel installiert, die für den Verkehr bergab dauerhaft Grün zeigt. Nur Busfahrer können für die Fahrt bergauf Grün anfordern. Radfahrer müssen ihre Räder im Bereich der Brücken vorübergehend auf dem Fußweg schieben.
Zwischen Carthausplatz und Grenzbahnhof pendeln zum zweiten Kleinbusse im Ersatzverkehr. Fahrgäste können am Carthausplatz vom Linienbus in den Kleinbus und umgekehrt umsteigen, der direkte Umstieg wird garantiert. Dafür werden auf dem Carthausplatz Ersatzhaltestellen eingerichtet - dort wird für alle anderen Fahrzeuge Halteverbot angeordnet.
"Während der Bauzeit gilt ein veränderter Fahrplan", betont Andreas Lorenz. Die kostenlosen Fahrplanhefte sind ab Montag nächster Woche im SVF-Kundenzentrum und in den Bussen erhältlich und werden auch im Internet veröffentlicht.
Bezahlt wird der Mehraufwand der SVF von der Netzgesellschaft Frankfurt (Oder) mbH. Diese lässt im Buschmühlenweg Strom - und Gasleitungen auf einer Länge von 100 Metern austauschen. Die Arbeiten müssen vor der im Mai beginnenden Straßensanierung stattfinden, da die Anwohner bei gleichzeitiger Bauarbeit praktisch von der Außenwelt abgeschnitten würden. Der Busverkehr wird während der Straßensanierung genauso wie jetzt ab dem 2. März organisiert.