Als weiteren Schwerpunkt der Stadtpolitik nannte er den Schuldenabbau. Dafür müsse nachhaltig gewirtschaftet werden. "Zu oft geht der Block bei Löchern im Etat hilfesuchend in Richtung Land", kritisierte Bleck. So habe sich die Stadt die 22 Millionen Euro Soforthilfe wegen des Weggangs von First Solar unter anderem zu Lasten der Frankfurter Wirtschaft mit der Erhöhung des Gewerbesteuersatzes auf 400 Prozent erkauft.
Zur Entlastung der Stadtkasse sprach sich Bleck für mehr Prävention im Sozialwesen aus. "Bisher unterstützen wir zu wenig in den Familien und wenn es zu spät ist werden die Kinder in Heime gesteckt", sagte er. "Diese Plätze kosten dann einige Tausend im Monat pro Kind." Sozialpädagogische Familienhilfe, Investitionen in Bildung und die Stärkung des Vereinssports müssten weiterverfolgt werden.
Zugleich forderte Bleck weniger Bürokratie in der Verwaltung. Erfolgversprechender als die Hoffnung auf Hilfe von außen sei die Besinnung auf eigene Kräfte. "Wir müssen die Rahmenbedingungen optimieren und nicht vorschreiben, wie alles zu funktionieren hat. Am Ende haben wir 50 oder 100 Konzepte in der Verwaltungsschublade, die mehr behindern als helfen."
Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Innenausschusses im Bundestag, trat bei dem Jahresempfang als Festredner auf. Das Hauptanliegen der Politik müsse sein, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen und auf Dauer zu behalten, sagte er. Chancen für Frankfurt sieht er vor allem in Bildung und Wissenschaft.