Die Hoffnung auf baldige Lockerungen der Corona-Maßnahmen steigt auch in Frankfurt (Oder) von Tag zu Tag. Am Mittwoch meldete das Robert-Koch-Institut zwar 17 Neuinfektionen, die Sieben-Tage-Inzidenz jedoch sank weiter auf nunmehr 119,5. Sollte der Wert auch bis Freitag unter dem für das Greifen der Schul-Notbremse relevanten Inzidenzwert von 165 liegen, dann dürfen ab Montag, 10. Mai, Kitas wieder öffnen und die Schulen den Wechselunterricht wiederaufnehmen. Dies sicherte das Bildungsministerium der Stadt am Mittwoch zu.

Seit 29. April unter 165 – doch gezählt wird erst seit dem 3. Mai

Zwar liegt Frankfurt (Oder) bereits seit dem 29. April stabil unter dem Inzidenzwert von 165. Doch erst, wenn ein Stadt- oder ein Landkreis an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterhalb des Schwellenwertes liegt, können die Maßnahmen am übernächsten Tag wieder aufgehoben werden. Sonn- und Feiertage werden dabei nicht mitgezählt. Darüber hinaus sollen Schulen und Kitas erst wieder an einem Montag öffnen, der auf den besagten übernächsten Tag folgt. Die Regelung soll den Einrichtungen genug Zeit geben, sich auf eine Wiederöffnung vorzubereiten.
Die Zählung der fünf Werktage beginnt dabei am ersten Werktag nach Inkrafttreten der Schul-Notbremse – in Frankfurt am Montag, 3. Mai. Zwar ist der Präsenzunterricht an den Schulen in der kreisfreien Stadt bereits seit Freitag, 30. April, untersagt, Kitas und Horte dürfen nur noch eine Notbetreuung anbieten. Der darauffolgende Sonnabend, 1. Mai, war dann jedoch ein Feiertag und kein Werktag. Die Stadtverwaltung hatte befürchtet, dass bei sehr strenger Auslegung des Gesetzes, Kitas und Schulen deshalb erst am Montag, 17. Mai, wieder öffnen dürfen.
Seit Beginn der Pandemie wurde sich 2.126 Menschen in Frankfurt positiv auf Covid-19 getestet. 101 Betroffene starben an oder mit Corona.
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