Die Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt (Oder) gleicht weiter einer Berg- und Talfahrt. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes sank der Wert am Donnerstag, 29. April, auf 159,3 – und damit wieder unter den Schwellenwert von 165.
Eine Rücknahme der Schul-Notbremse gibt es deshalb nicht. Ab Freitag, 30. April, müssen alle Schulen schließen und in den Distanzunterricht übergehen. Auch Kitas und Horte dürfen nur noch eine Notbetreuung anbieten, nachdem am Montag, Dienstag und Mittwoch die auf 100.000 Einwohner hochgerechnete Sieben-Tage-Fallzahl in der kreisfreien Stadt jeweils die Marke von 165 überschritten hatte. So sieht es das Bundesinfektionsschutzgesetz vor.

Schulen, Kitas und Horte mindestens eine Woche geschlossen

Erst, wenn die Stadt an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter dem Schwellenwert von 165 bleibt, dürfen die Einrichtungen am übernächsten Tag wieder öffnen. Gezählt wird allerdings erst ab dem ersten Werktag nach Beginn der Schul-Notbremse. Die Stadtverwaltung stimmt sich derzeit noch mit dem Gesundheitsministerium dazu ab, ob Sonnabend, der 1. Mai, als Feiertag mitgezählt werden darf. Nächste Woche bleiben Schule, Kitas und Horte also auf jeden Fall geschlossen.
Gleiches gilt für Ladengeschäfte, die ab Freitag nur noch Click&Collect, also das Abholen bestellter Ware anbieten dürfen. Der Schwellenwert hier liegt bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 150. Die Regelung gilt laut Bekanntmachung der Stadt ausdrücklich auch für Baumärkte.  Verkaufsstellen des täglichen Bedarfs wie beispielsweise Supermärkte sind von Schließungen ausgenommen.

Derzeit kein größeres Infektionscluster in Frankfurt

Das RKI meldete neben elf neuen Covid-Fällen auch einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Corona. Bislang starben 51 Frauen und 47 Männer aus Frankfurt (Oder) an oder mit Covid-19. Das Gesundheitsamt der Stadt habe es derzeit vor allem mit Folgeansteckungen innerhalb von Familien sowie in Freundes- und Bekanntenkreisen zu tun, berichtet Stadtsprecher Uwe Meier. Auch in einigen Kitas und Schulen gab es zuletzt vereinzelt Corona-Fälle. „Aber in größeres Infektionscluster haben wir derzeit nicht“, erklärt er.
Am Klinikum Frankfurt (Oder) wurden Stand Donnerstag 31 Corona-Patienten behandelt, der Großteil der Betroffenen sei zwischen 50 und 70 Jahre alt, so Kati Brand, Sprecherin des Klinikums. Sechs Patienten befinden sich auf der Intensivstation. Seit Beginn der Pandemie zählte das Klinikum 108 Verstorbene mit der Diagnose Covid-19. Den letzten Todesfall gab es in dieser Woche.
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