Frankfurt (Oder) verzeichnete auch am Mittwoch, 28. April, nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 183,5. Die kreisfreie Stadt liegt damit den dritten Tag in Folge über dem Schwellenwert von 165.
Damit greift ab Freitag, 30. April, die Schul-Notbremse aus dem Bundesinfektionsschutzgesetz. Schulen müssen schließen und in den Distanzunterricht übergehen. Ausnahmen sind Abschlussklassen und Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“. Auch Kitas und Horte müssen schließen und dürfen ab übermorgen nur noch eine Notbetreuung anbieten.

Auch Ladengeschäfte dürfen nur noch Click&Collect anbieten

Ladengeschäfte können ebenfalls ab Freitag erneut keine Kunden mehr mit Termin und negativem Schnelltest empfangen, sondern nur noch Click&Collect (das Abholen bestellter Ware) anbieten. Der dafür relevante Schwellenwert liegt bei 150.
Erst wenn der Inzidenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 165 liegt, dürfen Schulen am übernächsten Tag bzw. am Montag in der Woche darauf wieder in den Wechselunterricht übergehen und Kitas öffnen. Gezählt wird ab dem Tag nach dem Eintreten der Maßnahme, also in Frankfurt frühestens ab Sonnabend. Die Schul-Notbremse greift demnach mindestens bis Ende nächster Woche.
Nach Einschätzung der Stadtverwaltung könnten Schulen und Kitas frühestens ab Montag, 10. Mai wieder öffnen – wenn denn die Inzidenz dauerhaft wieder auf unter 165 gesunken ist. Unklarheit besteht im Frankfurter Rathaus allerdings noch darüber, wie mit dem 1. Mai in der Berechnung der fünf Werktage umgegangen wird. Sonnabende zählen eigentlich als Werktage. Der 1. Mai jedoch ist ein Feiertag. Hierzu bestehe noch Abstimmungsbedarf mit dem Gesundheitsministerium, hieß es vonseiten der Stadtverwaltung.
Anträge auf Notbetreuung können beim Amt für Jugend und Soziales eingereicht werden, entweder per E-Mail an kitabetreuung@frankfurt-oder.de, per FAX an 0335 552-5099 oder per Abgabe der Unterlagen in einem der Briefkästen des Amtes für Jugend und Soziales im Oderturm, Logenstraße 8. Rückfragen sind telefonisch möglich unter 0335 552-5045 / -5119 / -5148. Mehr Informationen sowie Antragsformulare finden Eltern hier.

Corona- und Quarantänefälle an vier Schulen und vier Kitas

Das RKI registrierte am Mittwoch insgesamt 23 Neuinfektionen in Frankfurt (Oder). Seit Beginn der Pandemie wurden damit 2057 Menschen in der Stadt positiv auf Covid-19 getestet. Wie Oberbürgermeister René Wilke am Dienstagabend im Jugendhilfeausschuss informierte, gab es in den vergangenen Tagen vermehrt Infektionen in Schulen und Kitas. Aktuell befänden sich in Frankfurt 198 Personen aus fünf Klassen an vier Schulen, zwei Hortgruppen, fünf Kitagruppen in vier Kitas in häuslicher Quarantäne.
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