Am Klinikum Frankfurt (Oder) werden inzwischen 39 Corona-Patienten behandelt. Davon benötigen 14 Patienten eine intensivmedizinische Betreuung, sechs sind an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Weitere 25 Patienten sind auf den weiteren Covid-Stationen des Krankenhauses untergebracht.

„Momentan schauen wir nicht optimistisch in die Zukunft“

Prof. Dr. Michael Kiehl, stellvertretender ärztlicher Direktor am Markendorfer Klinikum, äußerte sich angesichts der anhaltend hohen Zahl von Betroffenen mit schweren Verläufen besorgt. „Momentan schauen wir nicht optimistisch in die Zukunft. Wir erwarten über die Feiertage und Silvester eine weitere Zunahme der Corona-Patienten bei uns im Haus“, sagte der Lungenspezialist und Chefarzt der Medizinischen Klinik I. Auch mit Blick auf die zunehmende Belastung des Personals erklärte er: „Wir appellieren an die Bevölkerung sich weiterhin an die AHA-Regeln zu halten. Diese besagen: Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske (Mund-Nasenschutz) tragen.“
In den vergangenen Tagen verstarben zwei weitere Patienten mit einer Covid-Erkrankung am Klinikum. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle im Markendorfer Krankenhaus seit Beginn der Pandemie erhöhte sich damit auf 19.

Zehn neue laborbestätigte Corona-Fälle am Dienstag

Das Gesundheitsamt der Stadt meldete am Dienstag zehn neue, laborbestätigte Corona-Fälle gegenüber dem Vortag. Seit März wurden 774 Frankfurterinnen und Frankfurter positiv auf Covid-19 getestet. 582 gelten als genesen. Bislang wurden sechs Todesfälle im Zusammenhang mit der Viruserkrankung registriert. 186 Infektionen sind demnach derzeit aktiv.
Die Zahl der Quarantänefälle stieg erneut an. 1192 Menschen befanden sich am Dienstag in häuslicher Isolation – mehr als zwei Prozent der Bevölkerung. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) in Frankfurt bei 270,1.
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