Zwischen Mitte November und Ende März hat es in den Kindertagesstätten in Frankfurt (Oder) 55 bestätigte Corona-Infektionen gegeben. 786 Personen mussten in Quarantäne. Darüber informierte Sozialdezernent Jens-Marcel Ullrich im Jugendhilfeausschuss.
21 der insgesamt 38 Kindergärten und Horten waren betroffen. Von 104 Verdachtsfällen bei Kindern erwiesen sich am Ende 14 als positiv. „Hier bestätigt sich, dass von einer Corona-Infektionen auch Jüngere betroffen sein können“, erklärte Ullrich. Hinzu kommen 41 positiv getestete Mitarbeiter nach 63 Verdachtsfällen.

Stadtverwaltung bewertet Teststrategie als Erfolg

Die vergleichsweise hohe Zahl an Meldungen beim Personal führt die Stadtverwaltung unter anderem auf die Teststrategie zurück. Seit Mitte Februar müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit direkten Kontakt zu Kindern in Kitas und Horten zweimal wöchentlich einen Antigen-Schnelltest durchführen. Am Freitag verlängerte die Stadt die entsprechende Allgemeinverfügung bis 11. Mai. Eine von Landesseite angedachte flächendeckende Testung von Kita-Kindern befinde sich derzeit noch in Prüfung, so Ullrich.
Kindergärten haben in Frankfurt (Oder) normal geöffnet, Horte für Kinder, die am Präsenzunterricht teilnehmen, sowie für Kinder mit Notbetreuungsanspruch (aktuell rund 35 Prozent).
Unterdessen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt (Oder) weiter an. Das Robert-Koch-Institut meldete am Donnerstag, 15. April, 23 neue Corona-Fälle und einen Inzidenzwert von 158, was 91 registrierten Neuinfektionen in sieben Tagen entspricht. Aktuell gibt es 131 aktive Fälle. Seit Pandemiebeginn wurden 1.884 Menschen in der Stadt positiv auf Covid-19 getestet. 96 starben.
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