Aus der Staatskanzlei hieß es am Sonntag (13. Dezember), dass der Einkauftourismus nach Polen im Zuge der neuen Quarantäneverordnung einzuschränken sei. Konkret heißt das, es soll mit dem Lockdown ab Mittwoch nicht mehr möglich sein, zum Tanken oder Einkaufen nach Polen zu fahren. Das wird auch einen Einfluss auf Frankfurt (Oder) und Słubice haben.
In der Nacht zum 14. März hatte es eine Grenzschließung zwischen Deutschland und Polen gegeben, die drei Monate, bis zum 13. Juni, dauerte. In den Stunden vor der Schließung der Grenze hatte es in Frankfurt in Richtung Słubice lange Staus gegeben.
Viele wollten sich noch einmal mit Zigaretten eindecken oder tanken fahren. Das passierte auch, als Polen im Oktober zum Risikogebiet erklärt worden war. Auch für die kommenden Tage sind solche Staus nicht auszuschließen, etwa, weil es in diesem Jahr in Deutschland ein Böller-Verkaufsverbot gibt, in Polen hingegen nicht.

Berufspendler, Schüler, Studenten sind ausgenommen

Wie Oberbürgermeister René Wilke nach einer Telefonkonferenz mit den anderen Oberbürgermeistern und Landräten Brandenburgs sowie Ministerpräsidenten Dietmar Woidke berichtete, sollen jedoch Berufspendler, Schüler, Studenten und diejenigen, die ihre Verwandten besuchen, von der Regelung ausgenommen sein.

Frankfurt (Oder)

Der Grund für das geplante Ende des kleinen Grenzverkehrs ist, dass es in Polen keinen Lockdown gibt und damit ganz unterschiedliche Regelungen herrschen. So müssen etwa in Frankfurt (Oder) durch den harten Lockdown die Friseure schließen, in Słubice haben sie jedoch geöffnet.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.