"Ich freue mich riesig darüber, dass wir wieder öffnen dürfen – besonders für alle Mitarbeiter", sagt SMC-Centermanagerin Elitza Yashar bei ihrem Rundgang um kurz nach 10 Uhr. Bis auf die "körpernahen Dienstleistungen", die Frisör Klier und das Nagelstudio betreffen, konnten viele Ladenbesitzer ihre Sicherheitsgitter nach über einem Monat Pause wieder hochschieben. "Abstand halten – 1,50 Meter!" steht auf den gelben Aufklebern, die vor jedem Laden auf dem Fußboden kleben. Wachmänner, wie Enrico Peterka, achten darauf, dass Ladenbetreiber und Kunden die Hygieneregeln einhalten. Derweil kontrolliert Ricardo Heinschke von der Frankfurter Berufsfeuerwehr, ob die Einhaltung der Flucht- und Rettungswege im Falle eines Brands weiterhin gewährleistet ist. Madlen Werner vom Gewerbeamt überprüft, ob beispielsweise genügend Hand-Desinfektionsmittel vorhanden ist.
Ein Einkaufskorb soll im Mäc-Geiz den nötigen Abstand zwischen Kunden sichern. Monika Seifert kauft Stifte und Blöcke für ihre Enkeltochter ein und Groschenromane für ihre Tochter. "Die Klobürste und Hundeleckerlis sind für mich", sagt sie lachend. Es sei gut, wieder mehr Freiheiten beim Einkaufen zu haben. Jule Schön von "Uhren und Schmuck Hoffmann" berät eine Stammkundin zu Armbändchen und Ohrringen. "Ich komme normalerweise jede Woche zu meiner Lieblings-Verkäuferin", sagt die Seniorin hinter ihrem Mundschutz lobend. "Es tut gut, endlich wieder zu arbeiten, unter Menschen zu sein", sagt Schön. Das Schmuckgeschäft hat zurzeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Nachdem Johanna mit ihrer Mutter zwei Paar Schuhe bei Deichmann gekauft hat, gibt es zur Belohnung ein Zitronen-Eis für die Zweijährige. "Wir wollen die Händler in Frankfurt unterstützen", sagt die Mutter. Derweil lässt sich Doris Rose einen Strauß Rosen bei "Mai-Blumen" zusammenstellen. Lilien kauft dagegen Roses Tochter. "Endlich ist das wieder möglich. Normalerweise kaufe ich jede Woche neue", so die Tochter.
Ein wenig traurig steht Kerstin Papmahl in der wiedereröffneten Hutten-Buchhandlung im Oderturm. Sie und ihr Mann haben im Juni eine Skandinavien-Rundtour gebucht. "Die findet ja jetzt wahrscheinlich nicht statt", sagt die Frankfurterin. Zum Trost kauft sie sich den Krimi "Gefährliche Ferien – Skandinavien".