"Das ist für den städtischen Haushalt eine enorme Summe", unterstrich René Wilke. Für das Haushaltsjahr 2020 hatte die Stadt eigentlich mit etwas mehr als 16 Millionen Euro an Einnahmen aus der wichtigsten kommunalen Steuer kalkuliert.
Noch keine Klarheit gibt es zudem über den Gemeindeanteil an Einkommenssteuern und Umsatzsteuern, den das Land an Frankfurt überweist. Bundesweit stünden in ersten Prognosen 60 Milliarden Euro an Verlusten für die kommunale Familie in Rede, so der Oberbürgermeister. Unabhängig von angekündigten Rettungsschirmen für die Städte und Gemeinden dürften damit auch in dem Bereich auf Frankfurt weitere Mindereinnahmen zukommen.
Nach der für diese Woche erwarteten Steuerschätzung wolle die Kämmerin daher spätestens Anfang nächster Woche über eine mögliche Haushaltssperre entscheiden, kündigte René Wilke an. Bei einer solchen Maßnahme muss jede Ausgabe, die nicht gesetzlich festgelegt ist, auf ihre Notwendigkeit hin überprüft werden. Vorerst auf Eis gelegt werden könnten damit beispielsweise geplante Investitionen oder freiwillige Zuschüsse.