In ganz Brandenburg steigen die Corona-Fallzahlen wieder deutlich an. Auch für Frankfurt (Oder) meldete das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) am Mittwoch, 17.03., zwölf neue Infektionen.
Zuvor hatte es bis Dienstag insgesamt lediglich 18 laborbestätigte Fälle in den zurückliegenden sieben Tagen gegeben. Der auf 100.000 Einwohner hochgerechnete Inzidenzwert stieg folglich am Mittwoch auf 41,6 an, tags zuvor lag er 31,2. Dennoch hat die kreisfreie Stadt weiterhin den derzeit niedrigsten Wert bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg.

Diffuses Infektionsgeschehen in Frankfurt

„Es gibt keinen Hotspot, stattdessen haben wir es wieder mit einem sehr diffusen Infektionsgeschehen zu tun“, ordnete Stadtsprecher Uwe Meier die Zahlen ein. Positive Testergebnisse habe es sowohl in Frankfurter Arztpraxen als auch im Testzentrum der Stadt in den Messehallen gegeben. „Wir gehen davon aus, dass sich der Trend fortsetzen wird und wir vor einer dritten Infektionswelle stehen“, so Meier.
Hinzu kämen mehrere Berufspendler aus dem Umland, die in Frankfurt arbeiten und in den vergangenen Tagen ebenfalls positiv getestet wurden. Sie tauchten nun in den Statistiken in MOL und LOS auf, wo die Zahlen bereits seit einigen Tagen wieder deutlich nach oben gehen. Deshalb sei die Frankfurter Statistik trügerisch.

Britische Corona-Variante in Frankfurt stark vertreten

Die Zahl der aktiven Fälle stieg auf 40 an. 1.545 Menschen in Frankfurt (Oder) wurden insgesamt seit Pandemiebeginn positiv getestet. Stand Mittwoch handelte es sich bei den letzten 25 gemeldeten Neuinfektionen in 14 bislang bestätigten Fällen um die britische Corona-Variante B.1.1.7. – die Virus-Mutation ist also auch in Frankfurt dabei, die ursprüngliche Corona-Variante zu verdrängen. 1416 Betroffene sind wieder genesen. 89 Menschen in der Stadt verstarben bisher im Zusammenhang mit Covid-19.
Am Klinikum Frankfurt (Oder) befanden sich zuletzt acht Corona-Patienten auf der Normalstation sowie vier auf der Intensivstation in Behandlung, drei von ihnen mussten beatmet werden.
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