Auch "Wagners Ring ohne Worte" im Rahmen der Musikfesttage am Sonnabend sowie der MOZ-Talk am Mittwoch, beides im Kleist Forum, wurden untersagt.
Die Stadtverwaltung gehe davon aus, dass in Abstimmung mit den Landesbehörden in Kürze weitergehende Entscheidungen zu treffen seien werden. "Bis diese mit verlässlicher Rechtskraft vorliegen, raten wir allen Bürgerinnen und Bürgern wie auch Organisatorinnen und Organisatoren von Veranstaltungen, sehr umsichtig und verantwortungsvoll mit der Frage umzugehen, ob der Besuch und die Durchführung von Veranstaltungen mit mehr als 100 Gästen aktuell angemessen erscheint", erklärte Oberbürgermeister René Wilke in einer Pressemitteilung am Nachmittag. Er lobte die Bevölkerung der Stadt für ihren Umgang mit der Krise. "Dass bis zur Stunde keine von COVID-19 betroffenen Bewohner und Bewohnerinnen unserer Stadt bekannt sind, ist sicherlich auch auf das besonnene und verantwortungsvolle Handeln der Frankfurterinnen und Frankfurter zurückzuführen", so der OB.
Tatsächlich wurde bislang noch kein Bürger der Stadt positiv auf eine Infektion mit der Virus getestet. Allerdings haben sich mit einer Ärztin aus Berlin und einer Krankenschwester aus Neuzelle zwei Beschäftigte des Klinikums Frankfurt (Oder) angesteckt. Wie Stadtsprecher Uwe Meier mitteilte, gebe es gegenwärtig fünf Verdachtsfälle beziehungsweise Corona-Testungen am Klinikum, für die noch kein Ergebnis vorliegt. Dabei handelt es sich um vier Betroffene aus Oder-Spree und einen aus Frankfurt. In amtlich angeordneter Quarantäne befinde sich derzeit in der Stadt keine Person.
Um die Rettungsstelle des Klinikums in den kommenden Tagen zu entlasten, bereitet die Stadt wie berichtet derzeit die Einrichtung eines zentrales Anlaufpunktes vor, wo sich Bürger mit Covid-19-Symptomen beraten lassen können. Als möglicher Standort für die Abklärungsstelle ist nach MOZ-Informationen der Karl-Ritter-Platz im Gespräch.