Die Frankfurter Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) hat die Umrüstung auf umweltschonende, moderne LED-Technik nahezu abgeschlossen. 1317 Leuchten wurden seit 2013 in Büros, Fluren, Werkstätten, Abstellhallen für die Busse und Straßenbahnen sowie Außenanlagen auf dem Betriebshof in der Büttnerstraße ausgetauscht. Das seien rund 98 Prozent, berichtet Hartmut Huwe, Betriebsleiter Technik bei der SVF. Nur in einigen Abstellkammern, in denen das Licht ganz selten angeknipst wird, gebe es vereinzelt noch Leuchtstoffröhren.
320.000 Euro hat die Umrüstung gekostet, die allerdings auch 275 000 Kilowattstunden pro Jahr an Strom einspart. "In sechs Jahren haben sich die Investitionskosten amortisiert", so  Hartmut Huwe. Ein Großteil der Summe wurde im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert. Das Bundesumweltministerium hatte insgesamt drei Förderanträge der SVF positiv beschieden. Insgesamt hat der Bund seit 2008 über das Programm 7300 Projekte in 3000 Kommunen unterstützt, die zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen. Neben Städten und Gemeinden profitierten von der Förderrichtlinie des Umweltministeriums auch Unternehmen. In Frankfurt spart die SVF jetzt 162 Tonnen jährlich an  Kohlendioxid durch den Lampenaustausch ein, in 20 Jahren werden es 3240 Tonnen sein. Es ist ein kleiner, aber nicht unwesentlicher Beitrag. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch im Schnitt bei 11 Tonnen CO2.
"Nicht nur unser Energieverbrauch ist gesunken, viele Arbeitsplätze sind jetzt auch besser ausgeleuchtet", sagt Werkstattleiter Siegbert Krüger. Er hat die aufwendige Umstellung federführend mit begleitet. Und mit dafür gesorgt, dass in den Werkstattbereichen und Hallen jetzt auch eine intelligentere Lichtsteuerung zum Einsatz kommt, die zusätzliche Einsparungen mit sich bringt. Denn im Vergleich zu älterer Lichttechnik lassen sich LEDs besser steuern, verzögern nicht beim Einschalten und haben außerdem eine deutlich längere Lebensdauer. Der letzte Punkt sorgt auch dafür, dass aufwendige Reparaturen an Lampen in den meterhohen Werkstatthallen nun seltener vorzunehmen sind. "Dafür habe ich immer viele meiner Leute abstellen müssen", erklärt Siegbert Krüger.
Nächstes Projekt: E-Autos
Die Stadtverkehrsgesellschaft arbeitet seit Jahren an einer besseren Umweltbilanz. "Wir haben Spaß daran gefunden, Energie und Emissionen einzusparen, da, wo es nicht wehtut und möglich ist", sagt Hartmut Huwe. Ohnehin rollen seit über 120 Jahren – elektrisch betrieben – Straßenbahnen durch Frankfurt. Und seit 2013 außerdem Erdgasbusse, die künftig auch mit Biomethan betrieben werden könnten. Das nächste Klima-Projekt der SVF betrifft die Dienstwagen. Das Unternehmen plant die Anschaffung von drei elektrisch betriebenen Fahrzeugen sowie die Installation von dazugehörigen E-Ladesäulen. "Wir versuchen alles herauszuholen, was die Zitrone hergibt", so Hartmut Huwe.