Das letzte Begräbnis auf dem gut 2,6 Hektar großen Areal fand soweit bisher bekannt am 11. Dezember 1944 statt. Erstmals erwähnt wurde der Friedhof im Jahr 1399. Dort begraben liegt unter anderem Josef Meir, genannt Theomin, seit 1781 Rabbiner der Frankfurter jüdischen Gemeinde. An der Oder entstand sein Werk "Per megadim" (Die süße Frucht). Er interpretiert darin die koscheren (reinen) Speiseregeln. Das Buch wird bis heute in der orthodoxen Rabbiner-Ausbildung verwendet.
Nach dem Krieg geriet der Friedhof in Vergessenheit und wurde in den 1970er-Jahren planiert, sodass ein Motel gebaut werden konnte. Es ist inzwischen abgerissen. Das Friedhofsgelände ist umzäunt und verschlossen. Außer dem Grabmal, das an Theomin erinnert, finden sich auf dem Gelände noch versteckt Teile alter Grabsteine.
Frankfurt hat inzwischen am Rande des Hauptfriedhofs einen neuen jüdischen Friedhof.