"Frankfurt hat nach der Wende durchaus schwierige Zeiten erlebt und wirtschaftliche Rückschläge erlitten. Aber allen Oberbürgermeistern seit 1990 Gestaltungswillen und Erfolge bei der Stadtentwicklung abzusprechen und sichtbare Fortschritte zu ignorieren, kann nicht der Ansatz sein, eine Stadt voranzubringen", betont Oberbürgermeister Martin Wilke in einer am Freitagnachmittag verbreiteten Pressemitteilung. Mit derartigen Pauschalurteilen stoße man auch all jene vor den Kopf, die sich haupt- und ehrenamtlich in den letzten 27 Jahren für unsere Stadt eingesetzt haben. "Und deshalb kann die Einschätzung, Frankfurt sei eine der kaputtesten Städte im Land, nicht unwidersprochen bleiben", betont Oberbürgermeister Martin Wilke.
René Wilke, der auch Fraktionsvorsitzender der Linken in der Stadtverordnetenversammlung ist, reagierte darauf noch am frühen Freitagabend. "Ich schließe mich der Auffassung des Oberbürgermeisters, dass eine solche Aussage nicht unwidersprochen bleiben darf, vorbehaltlos an. Auch ich teile die Beschreibung nicht, sondern habe sie als Fragestellung eines Journalisten zitiert", schreibt er in einer Pressemitteilung zur Klarstellung. "Diese Wahrnehmung unserer Stadt ist aber ein Problem, dass wir sehr ernst nehmen müssen", ergänzt er.
René Wilke will in den kommenden Monaten in Werkstätten das schon erarbeitete Wahlprogramm mit Bürgern diskutieren und weiterentwickeln. Der 33-Jährige wird in seiner Kandidatur von Bündnis90/Die Grünen unterstützt.