Zwei Studentengruppen der Viadrina und der BTU Cottbus-Senftenberg stellen Ideen einer zukünftigen Nutzung des ehemaligen Industriegeländes vor. Ziel ihres Projektes, das Ende des Jahres mit einer Studie abgeschlossen werden soll, ist das Herausarbeiten konkreter Potenziale für studentisches Wohnen in der Innenstadt, sagte Projekt-Mitarbeiterin Friderice Dinse. Eine Umfrage habe ergeben, dass es bei Studierenden und Mitarbeitern der Universität auch den Bedarf für "temporäres Wohnen" gibt. Auch für diese Interessenten könnte dort Wohnraum geschaffen werden. Zugleich sei dies ein idealer Ort für Büroräume für Start-up-Unternehmen. Es fehle generell auch an Spätverkaufseinrichtungen in der Innenstadt. Diese könnten sich dann dort auch ansiedeln.
Der Leiter der Unteren Denkmalbehörde Christian Dinse begrüßte das Projekt. Die Möglichkeiten in diesem denkmalgeschützten Gebäudekomplex "jungen, modernen Wohnraum" zu schaffen, bewertet er aus fachlichen Erwägungen positiv. Die Chancen seien realistischer als diese Gebäude als Pflegeheim oder Hotel zu nutzen.
Ebenso öffnet am Sonntag ab 13 Uhr erstmals das ehemalige Pumpenhaus in der Klingestraße 5. Die neue Besitzerin aus Warschau baut das Gebäude derzeit als Rad-Pension aus. Die Besucher können die historischen Maschinen besichtigen, die Zeugnis der Technikgeschichte der Jahrhundertwende sind. Zum Jahrhunderthochwasser 1997 arbeitete die Pumpenanlage ein letztes Mal störungsfrei.
Ebenfalls am Sonntag ab 10 Uhr wird die nun fertig restaurierte Heilandskapelle in der Heimkehrsiedlung die Pforten öffnen. Hier kann sowohl historische als auch neuzeitliche Handwerkskunst bewundert werden. In der Friedenskirche, der im Ursprung ältesten Kirche der Stadt, wird die Firma Golem, Hersteller von Baukeramik und Fliesen nach historischem Muster, ab 13 Uhr eine Ausstellung eröffnen.