"Auch im 30. Jahr der Deutschen Einheit müssen wir daran arbeiten, dass Ost und West weiter zusammenwachsen. Wir wollen erreichen, dass wir uns wieder mehr füreinander interessieren und dadurch Vorurteile abbauen", sagt Matthias Platzeck, Brandenburgs früherer Ministerpräsident. Er ist Vorsitzender der Kommission "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit", auf deren Initiative hin die Veranstaltung organisiert wird. Der Blick wird während des Dialogs auch in die Zukunft gerichtet: Es werden Ideen für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Teilen Deutschlands entwickelt.
Neben den moderierten Diskussionen gibt es für die Teilnehmer auch bei gemeinsamen Mahlzeiten und einem Kulturprogramm vielfältige Möglichkeiten für Gespräche. Die Veranstaltung wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Ergebnisse der Diskussionen fließen in politische Handlungsempfehlungen ein, die die Kommission im Herbst 2020 an die Bundesregierung übergeben wird. Bisher gab es zwei solcher deutsch-deutschen Begegnungen, in Dessau-Roßlau (mit Ludwigshafen) und Osnabrück (mit Greifswald). Die nächste Station ist Heilbronn.
Harry Mergel, Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn, unterstützt die Begegnungs- und Dialogveranstaltung am 15. Februar. "Uns liegt die Städtepartnerschaft mit Frankfurt (Oder), die bereits seit 1988 besteht, sehr am Herzen. Umso erfreulicher ist es, dass diese spannende Veranstaltung bei uns in Heilbronn stattfinden wird und wir Bürgerinnen und Bürger aus Frankfurt (Oder) begrüßen dürfen. Wir hoffen dabei auf einen regen und inspirierenden Austausch."
Auch der OB fährt mit
"Deutschland im Gespräch", sagt Frankfurts OB René Wilke, "ist einerseits eine Chance, Bürgerinnen und Bürger unserer Partnerstadt kennenzulernen. Andererseits ist der Dialog eine gute Gelegenheit, aktiv daran teilzuhaben, dass möglicherweise noch vorhandene Grenzen in den Köpfen abgebaut werden." Er werde daher in jedem Fall mit nach Heilbronn fahren. "Die Einladung anlässlich von 30 Jahren Friedlicher Revolution und Deutscher Einheit nehme ich sehr gerne an."
Die Bundesregierung lädt darüber hinaus auch Schülerinnen und Schüler aus beiden Partnerstädten ein, die Veranstaltung als Reporter zu begleiten. Unter professioneller Anleitung stellen sie in Heilbronn einen Videobericht für die offizielle Website und die Social-Media-Kanäle des Jubiläumsjahrs her.
Weitere Informationen und Anmeldung finden sich im Internet unter: deutschland-ist-eins-vieles.de

Kommission fürdas Einheitsjubiläum

Im Vorfeld des Einheitsjubiläums hat die Bundesregierung die Kommission "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit" eingesetzt. Sie besteht aus 22 Personen aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur sowie Zivilgesellschaft. Den Vorsitz der Kommission hat Ministerpräsident a.D. Matthias Platzeck inne. Stellvertretender Vorsitzender ist der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Christian Hirte, MdB. Die Arbeit der Kommission wird durch die Geschäftsstelle 30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit im Innenministerium unterstützt. red