Zur Übergabe der Stützpunkt-Tafel war das Sportgym des ESV an der Ernst-Kamieth-Halle proppevoll. Die Auszeichnung nahm Jörg Schneider, Koordinator des Projekts, vor. "Der Verein fördert seit Jahren das Training von Einheimischen, Migranten und inzwischen auch Flüchtlingen. Dabei gelingt ihm eine nachhaltige Integration, um die es in diesem Projekt geht", fasst er zusammen. Die Stützpunktvereine werden finanziell bei der Ausbildung von Übungsleitern, dem Kauf von Sportgeräten, bei öffentlichkeitswirksamem Training sowie bei Integrationsfesten unterstützt.
Die Frankfurter haben die Auszeichnung nicht allein gefeiert. Gemeinsam mit Freunden vom Boxclub 05 aus Fürstenwalde führten sie eine kleine Trainingseinheit mit Sparringskämpfen durch. Viele Kinder streiften zum ersten Mal Boxhandschuhe über.
Der ESV widmet sich seit zwei Jahren dem Boxprojekt ,,Ring-frei''. "Es zielt auf die Vermittlung sportlicher Werte wie Disziplin, Fairness und Regeln des gegenseitigen Respekts. Bei uns trainieren Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen und mit Migrationshintergrund. Seit Ende 2014 hat die Abteilung engen Kontakt zu einer Gruppe unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge vom Internationalen Bund, die zum 1. März einen Aufnahmeantrag beim ESV gestellt haben", beschreibt der sportliche Leiter Boxen Uwe Köppen die Aktivitäten. Neben dem Training wurden Sport- und Kulturveranstaltungen organisiert, so dass sich die Kinder und Jugendlichen besser kennen lernen konnten. Im März begann der afghanische Boxer Ahmad Sha Kohdamani seinen Bundesfreiwilligendienst als Trainer. Diese Stelle wird vom LSB finanziert.