Die MOZ gab die Frage an die SVF weiter. Fahrmeister Ronny Borkelt erklärt, dass es im SEV bereits ab 6 Uhr (nach dem ersten Unfall auf der A 12) zu langen Verspätungen kam. Nach dem zweiten Unfall wuchsen die Verspätungen weiter, vor allem in der Zeit von 14 Uhr bis 19 Uhr. Erst nach 19 Uhr habe sich die Situation entspannt.
"Weitere zusätzliche Busse hätten keine Fahrplaneinhaltung zur Folge gehabt, da auf Grund der Umleitung (noch größerer Grenzverkehr im Zentrum) über die Karl-Marx-Straße nach Polen die Innenstadt ebenfalls total überfüllt war", schreibt Ronny Borkelt. Auch auf den Buslinien im Zentrum - 980, 981, 983 - und bei der Straßenbahnlinie 1 habe es "extreme Verspätungen" gegeben.
Eine Aussetzung der Arbeiten an der Straßenbahnoberleitung, womit die Linie 4 hätte fahren können, sei ebenfalls nicht möglich gewesen: Die Arbeiten hatten Freitagnacht begonnen und die Oberleitungen waren Sonnabend früh bereits abgebaut.