Einmal im Jahr justieren die Verkehrsunternehmen ihre Fahrpläne neu. So auch die SVF. „Ausgangspunkt für unsere Planung ist die Deutsche Bahn. Hier erfüllen wir am Bahnhof eine Zu- und Abbringerfunktion für den Regionalverkehr. Daran schließen sich dann die weiteren Fahrpläne an“, erklärt Ken Wegener, Assistent der Geschäftsführung.Der Zug der meistfrequentierten Regionalexpresslinie 1 beispielsweise verkehrt ab 9. Dezember tagsüber nicht mehr in den Minuten 32 und 57 sondern  35 und 59. Aus diesen und weiteren Abweichungen ergeben sich auch für die Busse des Stadtverkehrs Anpassungen im Betriebsablauf.
Darüber hinaus fahren auf der Straßenbahnlinie 5 (Neuberesinchen-Messegelände) in den Morgen- und Nachmittagsstunden künftig mehr Bahnen – zu Lasten der Linie 2 (Messegelände-Europa-Universität), bei der es am Nachmittag nur noch einen 20-Minuten-Takt geben wird. Der direkte Umstieg von der Straßenbahnlinie 1 (Neuberesinchen-Stadion) in die Züge der Linie 4 (Markendorf Ort-Lebuser Vorstadt) – oder umgekehrt – erfolgt mit dem Fahrplanwechsel am Dresdener Platz und nicht mehr an der Haltestelle Zentrum. „Aus Sicherheitsgründen“, wie die SVF mitteilt, denn auf der Haltestelleninsel in der vielbefahrenen Heilbronner Straße zwischen Altem Kino und Lennépark herrscht regelmäßig dichtes Gedränge. „Damit werden die Aufenthaltsqualität und das Sicherheitsempfinden an den Haltestellen spürbar erhöht“, erklärt die Stadtverkehrsgesellschaft.  Die Umsteigebeziehung  der Straßenbahnlinien 3 (Markendorf Ort-Europa-Universität) und 5 erfolgt bereits jetzt am Dresdener Platz.
Außerdem fahren die Busse auf der Linie 980 bald wieder alle 30 Minuten, zumindest zu den Hauptverkehrszeiten. Die SVF korrigiert hier eine Fahrplanänderung aus dem vergangenen Jahr, die vor allem im Klingetal die Anwohner verärgert hatte. Denn der Bus zwischen Bahnhof und Kopernikusstraße verkehrt dort derzeit nur stündlich. „Aufgrund von Kundenhinweisen und zur besseren Absicherung des Schülerverkehrs“, schreibt die SVF, wird auf der Linie nun in den Stoßzeiten – morgens zwischen 6 und 9 Uhr und nachmittags zwischen 13 und 17 Uhr – wieder ein Halbstundentakt angeboten. Womit die Wohngebiete im Nordwesten der Stadt wieder besser an die Innenstadt und den Bahnhof angebunden sind.
Weitere Neuerung, auf die sich Fahrgäste einstellen müssen: Es gibt ab 2019 einen Sommerfahrplan. Er gilt vom 20. Juni bis 2. August. Das Angebot wird dann auf einigen Linien zurückgefahren, weil erfahrungsgemäß während der Ferien weniger Menschen den ÖPNV nutzen. Unter anderem werden die Straßenbahnlinien 3 und 5 nicht eingesetzt. Und von Montag bis Freitag fahren im Tagesverkehr die Linien 2 und 981 dann im 20-Minuten-Takt sowie der 980er Bus nur alle 60 Minuten.
Der Ersatzverkehr EV 4 zwischen Markendorf Ort und Astronergy Solarmodule soll mit dem Abschluss der Rekonstruktion der Straßenbahnbrücke über die A 12 entfallen. Die Tramlinien 3 und 4 fahren dann wieder regulär nach Markendorf.
Eingesehen werden kann der Fahrplan auf www.svf-ffo.de.  Hinweise und Kritik nehmen sowohl die SVF als auch die Stadtverwaltung entgegen.