Wegen eines Wohnungsbrands wurde am frühen Montagmorgen - 7. Dezember – ein Großaufgebot an Feuerwehr und Polizei in die Witebsker Straße gerufen. Um Mitternacht herum brach Feuer in einer Wohnung in der vierten Etage aus. „Als wir eintrafen, stand die Wohnung bereits im Voll-Brand“, sagt Wolfgang Welenga, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes über den 60-Mann-Einsatz. Neben der Berufsfeuerwehr waren auch die Freiwilligen Wehren aus Kliestow, Güldendorf, Stadtmitte und Lichtenberg im Einsatz sowie Mitarbeiter vom Katastrophenschutz.

Mutter mit Kindern konnte gerettet werden

Die 44 Jahre alte Mieterin sowie ihre drei Kinder konnten vor den Flammen rechtzeitig flüchten, informiert die Pressestelle der Polizeidirektion Ost, deren Beamte ebenfalls vor Ort waren. Danach wurden die übrigen Hausbewohner vor dem Qualm und dem Feuer in Sicherheit gebracht. Über eine Drehleiter befreiten Feuerwehrleute fünf Personen aus einer Wohnung in der fünften Etage. Von beiden Seiten des Hauses löschten die Kameraden bis nach 3 Uhr morgens das Feuer.
Insgesamt wurden 23 Personen evakuiert und teilweise in einem Altenheim untergebracht, so die Polizei-Pressestelle. Auch drei Katzen und ein Meerschweinchen wurden gerettet. Drei Notfall-Ärzte versorgten die Brandopfer direkt vor Ort, kurze Zeit später wurden sie ins Caritas-Seniorenzentrum Albert Hirsch gebracht. „Dankenswerterweise wurden dort sofort Feldbetten für die Betroffenen aufgestellt“, erklärt Christian Schulz von der Berufsfeuerwehr.

Wohnungen sind erst mal nicht bewohnbar

Laut Polizei wurden fünf Personen wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung ambulant behandelt. Ansonsten habe es keinen größeren Personenschaden gegeben. Wegen der Brandschäden im Hausaufgang sind die zehn Wohnungen zurzeit nicht nutzbar. Die Betroffenen haben übergangsweise im Caritas-Seniorenzentrum oder bei Familie und Freunden Unterschlupf gefunden. Zur genauen Brandursache ermittelt derzeit die Kriminalpolizei.