Der Kiwanis Club Frankfurt (Oder) geht im vom Oberbürgermeister ausgerufenen Jahr des Kindes mit einer besonderen Initiative voran. Der Serviceclub legt erstmals ein Förderprogramm in Höhe von 10.000 Euro auf, um damit große und kleine Projekte für Kinder und Jugendliche zu unterstützen.

Unterstützung für Initiativen in Frankfurt und aus dem Umland

„Kinder brauchen Lebensräume, in denen sie sich erproben können, Selbstbewusstsein entwickeln und Verantwortung übernehmen“, meint Sabine Zinke, die neue Präsidentin des Serviceclubs. Kiwanis wolle gezielt dort helfen, wo Unterstützungen nicht reichen oder finanzielle Mittel nicht schnell genug bereitstehen. Die Förderung soll insbesondere in Projekte fließen, „die das Leben der Kinder nachhaltig positiv beeinflussen und nachhaltig verbessern“.
Teilnahmeberechtigt sind gemeinnützige Einrichtungen und Initiativen aus Frankfurt oder an Frankfurt angrenzenden Ämtern und Gemeinden, die sich der Kinder- und Jugendarbeit widmen und eine gute Projektidee haben, für die es noch etwas Geld braucht.
Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Kinder und Jugendlichen an der Planung und Durchführung der Projekte beteiligt sind und die Dinge unter fachlicher Anleitung selbst in die Hand nehmen. Bewerbungsschluss ist der 30. November. Anschließend entscheiden die Club-Mitglieder, welche Projekte sie unterstützen – mindestens drei bis vier sollen es werden.

3.000 Mitglieder in ganz Deutschland, 18 in Frankfurt

Kiwanis ist nach Lions und Rotary der drittgrößte Service- bzw. Wohltätigkeitsclub weltweit. In Deutschland gibt es in 137 Kiwanis-Clubs zirka 3.000 Mitglieder. Das internationale Motto lautet: „Serving the Children of the World“ – den Kindern Welt der dienen.
Das hat sich auch der Frankfurter Kiwanis-Club auf die Fahne geschrieben. Die aktuell 18 Mitglieder bringen sich über vielfältige Aktionen und Kooperationen ein. Eine Zusammenarbeit gibt es unter anderem mit der Kita Bambi, mit dem Deutsch-Polnischen Jugendorchester oder dem Erste-Hilfe-Projekt „Jeder kann ein Held sein“. Gemeinsam mit Kiwanis in Zielona Gora werden deutsch-polnische Jugendtreffen unterstützt. In den Sommerferien spendete der Club außerdem wieder zehn volle Schulmappen für Erstklässler aus finanziell benachteiligten Familien.
Wichtigste Einnahmequelle für Kiwanis in Frankfurt ist neben Spenden und Mitgliedsbeiträgen der alljährliche Stand auf dem Weihnachtsmarkt in St. Marien, wo Crêpes und Eierpunsch verkauft werden.

Sabine Zinke neue Präsidenten des Frankfurter Clubs

Mit der 10.000-Euro-Initiative soll noch mehr Struktur in die Wohltätigkeitsarbeit gebracht werden, sagt Sabine Zinke. Viele werden sie noch als langjährige Sprecherin und Patientenbeauftragte am Klinikum in Markendorf kennen. Im Frühjahr dieses Jahres – mitten im Lockdown – wurde sie in den Ruhestand verabschiedet. Den Kiwanis trat sie erst im April 2019 bei, „um ehrenamtlich etwas Sinnvolles zu tun“, wie sie sagt. Bei der Mitgliederversammlung am Dienstag im Kleist-Café übernahm sie jetzt offiziell die Präsidentschaft von Klaus Baldauf. Wie bei anderen Serviceclubs wechselt auch bei Kiwanis die Führung alle ein bis zwei Jahre.
Ausgefüllte und unterschriebene Bewerbungsformulare für die finanzielle Unterstützung von Kinder- und Jugendprojekten können bis 30. November an die E-Mail-Adresse: club@kiwanis-ffo.de geschickt werden; Betreff: „Kinder- und Jugendprojekt 2020/2021“. Fragen zur Projektförderung beantwortet Sabine Zinke unter 0335 547160 oder 0160 92617357.

Kiwanis


Gegründet wurde Kiwanis 1915 in Detroit. Internationale Verbreitung fand die Organisation erst nach einem entsprechenden Beschluss 1961. Heute gibt es weltweit rund 15.000 örtliche Clubs mit insgesamt 550 000 Mitgliedern. Das Wort Kiwanis ist dem Wort einer indianischen Sprache entlehnt, es bedeutet so viel wie: Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.