„Erinnern – Wiederherstellen – Stolz sein“, so lautet das Motto des diesjährigen internationalen Hansetages in Kaunas. Vertreter von mehr als 80 Hansestädten aus 13 Ländern kommen dort zusammen. Der unter Schirmherrschaft der litauischen Präsidentin stehende Hansetag wurde am Donnerstag vom Vormann der Hanse und Bürgermeister von Lübeck, Bernd Saxe, feierlich eröffnet.
Viele der Hansestädte sind in Kaunas durch Delegationen unter Führung ihrer Bürgermeister vertreten. Neben kulturellen und touristischen Faktoren nehmen die meisten Hansestädte auch die Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches der Verwaltungen und des Wirtschaftsforums wahr. Frankfurt konzentriert sich in diesem Jahr auf die kulturellen und touristischen Fragen. Schon am Eröffnungstag machten sie beim Festumzug durch das Zentrum von Kaunas kräftig Werbung für die Oderstadt. Die Musikgruppe „Bierkenstrauch“, unterstützt von Tänzern der „Tanzbeine“, ist Teil des offiziellen Kulturprogramms des Hansetages. Zusätzlich zu ihren Bühnenauftritten sind sie von vielen Hansestädten gebeten worden, auch an den Ständen des Hansemarktes Proben ihres Könnens zu zeigen. Frankfurt hat in diesem Jahr erstmalig keinen eigenen Stand auf dem Hansemarkt.
Ziel der Frankfurter ist es, die über Jahre gewachsenen Kontakte zu den anderen Hansestädten zu pflegen, neue Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen austauschen. Volker Kulle, Stadtverordneter und in diesem Jahr offizieller Repräsentant der Stadt, nimmt an der Delegiertenkonferenz teil. Er ist überzeugt: „ Das Netzwerk der Hanse bietet beste Möglichkeiten die wirtschaftlichen, kulturellen und touristischen Beziehungen für unsere Stadt auszubauen. Unsere Mitgliedschaft im Städtebund der neuzeitlichen Hanse muss ein wesentlicher Bestandteil unseres neuen Marketingkonzeptes werden.“