Werbung mit dem gemeinsamen Logo ist ab März auch Firmen und Vereinen möglich, kostenlos, aber nur mit Vertrag. Der Text für die Vereinbarung wird gerade im Rathaus erarbeitet, wie der Oberbürgermeister am Montagabend im Wirtschaftsausschuss berichtete. Frankfurt und Slubice wollten sich absichern, dass das grün-blaue Logo zum Vorteil der Städte eingesetzt werde, betonte Wilke. "Das Nutzungsrecht kann also entzogen werden, wenn jemand das Logo zum Nachteil der Stadt verwendet." Interessenten könnten sich an die Verwaltung wenden. Er gehe davon aus, dass das grün-blaue Logo zwischen Mitte Februar und Anfang März dann auch tatsächlich zur Nutzung etwa auf Briefköpfen zur Verfügung stehe. Für Zwecke der Verwaltung, sogenannte hoheitliche Aufgaben, ist es in blau vorgesehen. Es gibt Logo-Versionen, in denen je nach Nutzer Frankfurt oder Slubice hervorgehoben ist und eine Variante, die beide Städtenamen vereint.
Dabei hatte die Nutzung des Logos zuletzt noch Irritationen ausgelöst. Der Ausschussvorsitzende Michael Schönherr (CDU) äußerte sich erstaunt darüber, dass es zunächst auf der gerade freigeschalteten neuen Internetseite des städtischen Eigenbetriebs Kultur nicht enthalten war. Am Dienstag stand das Logo auf der Seite. Es sei schon wichtig, dass die Stadt mit diesem Erkennungszeichen werbe, betonte Wilke. "Das werden wir auch sicherstellen." Weshalb die Seite zunächst ohne Logo online gegangen war, solle verwaltungsintern geklärt werden.
Den Weg für das Logo hatten die Stadtverordneten von Frankfurt und Slubice bei einer gemeinsamen Sitzung im Dezember freigemacht. Der Beschluss kam nur zustande, weil die Entscheidung über das gesamte Stadtmarketingkonzept kurzfristig vertagt worden war. Daran hatte es zunehmend Kritik aus den Fraktionen gegeben. Der Oberbürgermeister erneuerte jetzt sein Angebot an die Fraktionen und weitere Marketing-Akteure, in einem Workshop über Finanzierung und Struktur des Stadtmarketings zu beraten. Er soll im ersten Quartal stattfinden.