Seit mehr als zwei Jahren hat Hartmut Schulze die Talente des SC Frankfurt unter seinen Fittichen und trainiert sie auf höchstem Niveau. Ein Kräftemessen auf Augenhöhe mit den sportlichen Konkurrenten aus der Region soll bereits in wenigen Wochen beim ersten Wettkampf unterm Hallendach im Bundesleistungszentrum Kienbaum (Landkreis Oder-Spree) erfolgen. Dabei werden Schulzes Top-Athleten gleich unter Beweis stellen müssen, ob sich die täglichen Einheiten, das akribische Athletik- und Techniktraining sowie die schweißtreibenden Schindereien im Kraftraum am Olympiasstützpunkt ein weiteres Mal bezahlt machen. Und ihr Fleiß, ihre individuellen Leistungen sich bei den kommenden Meetings in Potsdam und Berlin durch Erfolge auszahlen.
"Jeder von uns möchte in seiner speziellen Disziplin immer auf dem obersten Treppchen stehen. Dafür trainieren wir täglich fleißig und zielstrebig. Auf der Hallenbahn in Kienbaum werden wir bei den Sprintrennen wieder ordentlich Gas geben müssen. Jeder wird versuchen, sein individuelles Leistungspotenzial abzurufen, " sagte Teamsprecher Marius Sperling auch mit Blick auf die von den Athleten jährlich zu erfüllenden DLV-Normen.
Erst ein erbrachter Leistungsnachweis berechtigt jeden einzelnen der Frankfurter Nachwuchssprinter, an nationalen Titelwettbewerben vom Deutschen Leichtathletik-Verband teilzunehmen.
Marius Sperling, Jahrgang 1996, hat sich auf den Hürdensprint spezialisiert. Über 400 m-Hürden beträgt seine persönliche Bestleistung 55,47 s. "In der Freiluftsaison 2012 konnte ich zwei Silbermedaillen bei den Norddeutschen und den Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften erkämpfen." Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach verfehlte er nur knapp das Finale und gewann in einer Zeit von 55,78 s das B-Finale.
Florian Berthold (Jahrgang 1997) nahm gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Pascal über die 80-Meter-Hürdendistanz an den Norddeutschen Titelkämpfen teil. "Trotz Sieg im Vorlauf habe ich das Finale knapp verpasst und wurde mit persönlicher Bestleistung von 11,45 Sekunden im B-Finale Zweiter. Bei den Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften wurde unsere Staffel über 4x100 Meter in guten 48,69 s Dritter. Gemeinsam mit Tim Bechly, Clemens Wilke und Christopher Richter konnte ich mich über die Bronzemedaille freuen."
Bruder Pascal Berthold konnte das interne Familienduell mit Florian nach mehrmonatiger Verletzungspause schon im ersten Wettkampf für sich entscheiden. "Bei den Norddeutschen Meisterschaften lief ich in persönlicher Bestzeit von 11,41 Sekunden über die 80-Meter-Hürden zur Silbermedaille."
Die 14-jährige Friederike Lehmann wollte bei den Berlin-Brandenburgischen Jugendmeisterschaften der U16 in Potsdam unbedingt ins Finale über 80 m-Hürden. "Über meine persönliche Bestzeit von 13,25 Sekunden und den fünften Rang habe ich mich riesig gefreut. Weiter arbeiten muss ich in der Halle an meinem Start, da sind noch Reserven. Da ich momentan die einzige Athletin im Sprintteam bin, wünsche ich mir weibliche Verstärkung aus der Trainingsgruppe U 14 von Herrn Fröhlich."
Clemens Wilke (Jahrgang 1998) erzählt stolz: "Nachdem ich ins Sprintteam zu Herrn Schulze gewechselt bin, lief es bei mir von Wettkampf zu Wettkampf immer besser. Mit der Umstellung auf die neue Hürdenhöhe hatte bei den Berlin-Brandenburgischen Jugendmeisterschaften alles gut geklappt, der Start, der Rhythmus, das Durchlaufen. Über die 80 Meter Hürden konnte ich mit 11,94 Sekunden den Meistertitel erringen und so auf meiner Lieblingsstrecke das erste Mal unter zwölf Sekunden bleiben."
"Mit einem Gesamtergebnis von 2490 Punkten beim Jahreshöhepunkt, den Deutschen Jugendmeisterschaften, im Blockmehrkampflauf in Wesel habe ich als 17. etliche Konkurrenten hinter mir gelassen, eine deutliche Steigerung zu den bisherigen Mehrkampfergebnissen erzielen können", berichtet Tim Bechly, Jahrgang 1997. Nach dem Wechsel von der 1000-Meter-Strecke auf die 800-m-Distanz konnte er in persönlicher Bestzeit von 2:10,60 min die Silbermedaille bei den Landestitelkämpfen im Potsdamer Luftschiffhafen erringen.
Philipp Andrä(17) ist nach einer erfolgreichen Wettkampfsaison vom SC-Vorstand herzlich verabschiedet worden, "da ich eine Ausbildung begonnen habe." Die Entscheidung, mit Start einer beruflichen Karriere den Verein und die Oderstadt zu verlassen, sei ihm nicht leicht gefallen. "Ich will weiter sportlich aktiv bleiben."
Sprint: Die Leichtathleten vom Frankfurter Sportclub nahmen erfolgreich auch an den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach teil.Fotos (7): Gunnar Sperling
Marius Sperling (U 18): 1,88 m groß und 70 Kilo schwer; Abiturient; Hobbys: Lesen, Musik hören, Kochen und Reisen.
Florian Berthold (U 16): 1,78 m groß und 62 Kilo schwer; Schüler; Hobbys: Gitarre spielen, Projektforschung Mikroelektronik
Friederike Lehmann (U 16): 1,72 m groß und 54 Kilo schwer; Schülerin; Hobbys: Sport, Reiten, Musik hören
Clemens Wilke (U 16): 1,80 m groß und 61 Kilo schwer; Schüler; Hobbys: Sport, Mathematik, Musik hören
Tim Bechly (U 16): 1,75 m groß und 63 Kilo schwer; Abiturient; Hobbys: Sport, Gitarre spielen, Musik hören
Pascal Berthold (U 16): 1,77 m groß und 60 Kilo schwer; Schüler; Hobbys: Gitarre spielen, Projektforschung Mikroelektronik
Philipp Andrä (U 18): 1,79 m groß und 67 Kilo schwer; Polizeimeisteranwärter; Hobbys: Internet, Musik, Reisen, Sport
Unter Anleitung des 61-jährigen Trainers Hartmut Schulze bereiten sich die Nachwuchssportler des SC Frankfurt auf die Hallensaison vor
In wenigen Wochen starten die ersten Wettkämpfe unter dem Hallendach