Die Fusion der Frankfurter Vereine FFC Viktoria und MSV Eintracht ist perfekt. Am Donnerstagabend schlugen die Mitglieder auf getrennten Versammlungen mit jeweils eindeutigen Voten zum Zusammengehen ein neues Kapitel in der Geschichte des Frankfurter Fußballs auf.
Am 1. Juli 2012 werden die beiden Traditionsvereine zum 1. FC Frankfurt (Oder) E.V. e.V. fusionieren. Wobei das erste E.V. für Eintracht und Viktoria steht. Viktorias Präsidiumsmitglied Thomas Bleck: „Unser gemeinsames Ziel ist es, durch die Bündelung der Kräfte für den Frankfurter Fußballsport neue Perspektiven zu eröffnen. In dem neuen größeren Verein ist es möglich, strukturelle Voraussetzung für den sportlichen Erfolg über die Brandenburgliga hinaus zu eröffnen.“
Der Präsident des MSV Eintracht, Markus Derling, betonte: „Beide Vereinsführungen und die Mitglieder haben die Zeichen der Zeit erkannt. Nach einer intensiven Phase der Kooperation, in der Vertrauen gewachsen ist, starten wir nun ein gemeinsames Projekt, das den leistungsorientierten Sportlern ebenso neue Herausforderungen bietet wie es den Breiten- und Freizeitsportlern ein Vereinsleben in einer größeren Gemeinschaft bietet.“
Neben den Fußball-Abteilungen gehören zum Verein eine Gymnastik- und eine Tischtennisabteilung. Für den Frauenfußball plant der Verein neben der bestehenden Frauenmannschaft auch den Aufbau eines Juniorinnen-Teams.
Beide Präsidien haben in den vergangenen Monaten zielgerichtet zusammen gearbeitet. Sie betonen, dass das Projekt 1. FC Frankfurt auch für weitere Partner offen ist, damit der Fußball in der Stadt attraktiver und überregional erfolgreicher wird. „Dies führt zu einer stärkeren Identifikation mit der eigenen Stadt. Hier wollen wir Angebote an die vielen Fußballfans in Frankfurt machen“, sagte der sportliche Leiter Bleck.
MSV-Boss Derling dankte allen, die die Fusion aktiv mit begleitet haben. „Besonders den Sponsoren, aber auch dem Stadtsportbund und dem Fußball-Landesverband. Besonders stolz sind wir auf unsere Mitglieder, die ohne Befindlichkeiten und bei allem Traditionsbewusstsein eine überzeugende Zukunftsentscheidung getroffen haben.“
Wie aus Mitgliederkreisen zu erfahren war, stimmten bei der geheimen Viktoria-Wahl 41 für die Fusion, elf dagegen. Bei der Eintracht votierten in der offenen Wahl 62 dafür, sechs enthielten sich der Stimme. Viktorias Ex-Präsident Alexander Wolf, der am 2. Mai nach internen Querelen seinen Rücktritt aus dem Vorstand erklärt hatte, meinte nach der Versammlung: „Ich freue mich über das klare Zeichen zur Fusion, und bis Saisonende stehe ich auch zu meinen Sponsorleistungen.“