"Die Frankfurter haben das Spiel gemacht. Wir haben auf Konter gewartet. Madeleine Stoppert und Elina Freygang sollten nach vorn gehen," gibt Trainer Martin Kubusch den Markendorfer Ansatz wieder.
Zwei Großchancen versiebt
Die Gastgeberinnen vom 1. FCF, in der vorigen Saison in der Landesliga spielend, hatten gleich zu Anfang ihre Außenverteidigerinnen mitstürmen lassen, um im Überzahlspiel die Tore zu machen. Doch ein abgeprallter Ball, den Carolin Müller volley nahm, ging einen Meter übers Tor. Auch die zweite Großchance sollte nicht die Führung bringen. Yvonne Röwert hatte mit einer Flanke den Ball nur an den Pfosten gelenkt. Nancy Hoffmann nahm ihn an, doch ihr starker Seitfallzieher wurde nicht mit einem Tor gekrönt.
Da auch die Gäste nicht zum Zuge kamen, ging es nach 35 Minuten torlos in die Pause. Danach drückten die FCF-Frauen auf eine Entscheidung. Traf Nadine Lippert zuerst aus 15 Metern Entfernung nur die Torhüterin und beförderte Röwert den Abpraller übers Tor, so folgte in der 43. Minute ein schönes Zuspiel von Lippert auf Röwert und die 47-Jährige schoss den Ball in die rechte Ecke zum 1:0.
Stoppert unermüdlich nach vorn
In dieser Phase war auf Markendorfer Seite Stoppert wieder unermüdlich zu Gange. Doch der Ball der früheren FCF-Spielerin ging am Tor vorbei und landete in den Armen der Frankfurter Torhüterin. Stattdessen sah alles nach dem 2:0 aus, als Markendorfs Keeperin Christin Hoffmann einen weiten Schuss ihrer FCF-Namensvetterin an den Innenpfosten lenkte – doch der Ball flog parallel zur Torlinie am Tor vorbei. Nägel mit Köpfen machten die Gastgeberinnen in der 62. Minute. Amelia Karnacz spielte sich technisch und flink frei, flankte zu Röwert, die den Ball zu Nancy Hoffmann passte. Die vertändelte zwar zuerst, blieb ruhig und traf im zweiten Versuchaus zehn Meter Entfernung.
Die Markendorferinnen ließen im Kampfgeist nicht nach. Und wurden belohnt. Stoppert spiele Michelle Kargel an, die zog aus gut 20 Metern kräftig ab und staunte groß über den tatsächlichen Treffer zum 1:2. Die letzten vier Spielminuten reichten nicht mehr für den Ausgleich. Die Markendorfer hätten gern ein paar Nachspielminuten gehabt und waren sich da mit dem Schiedsrichter nicht einig. Nachdem sich die Gemüter beruhigt hatten, blickte Trainer Kubusch kämpferisch nach vorn. "Es war ein Prestigeduell, aber unser Hauptaugenmerk liegt auf der Liga. Und da wollen wir in zwei Wochen all unsere Kraft ins Spiel gegen Frankfurt stecken."
In der Kreisliga halten sich die Blau-Weissen Frauen in ihrem erst zweiten Spieljahr gut. Sie schauen als Tabellendritter auf drei Siege und eine Niederlage, die Frankfurterinnen haben bisher erst einen Punkt mehr.

Statistik


1. FC Frankfurt: Victoria Dimt – Celine Drews, Nadine Lippert, Carolin Müller, Yvonne, Röwert, Candy Simon, Nancy Hoffmann, Amelia Karnacz, Wechselspielerinnen Margareta Miklas, Leonie-Sophie Schwartz, Jasmin Beßler

Blau-Weiss Markendorf: Christin Hoffmann  Stephanie Koch, Elina Freygang, Juliette Chibule, Sophia Kubusch, Michelle Kargel, Madeleine Stoppert, Anne Katrin Trinks, Wechselspielerinnen Jenny Hotzan, Ricarda Kotlow, Shary-Jennifer Horn, Celina Zschoch

Tore: 1:0 Röwert (43.), 2:0 Hoffmann (62.), 2:1 Kargel (66.)